---- Spoiler Anfang ----
Die Handlung ist schnell erzählt: Jabba the Hutts Sohn wird entführt. Dahinter stecken die Separatisten unter Führung von Count Dooku, der den Jedis die Sache in die Schuhe schieben will, was die Jedis zunächst aber nicht wissen. Die wiederum versuchen, Jabbas Sohn zu befreien, um ihrerseits bei Jabba gut dazustehen. Das ist deswegen für beide Seiten so wichtig, da Jabba einen wichtigen Teil der Hyperraumrouten im Outer Rim kontrolliert... die man im Krieg natürlich gerne für sich nutzen will.
---- Spoiler Ende ----
Ich hatte schon befürchtet, nach Episode III nie wieder einen neue Star Wars Film im Kino sehen zu können und nie wieder die Star Wars Fanfare mit dem fliegenden Logo und der im Weltraum verschwindenden Schrift mit der dazugehörigen Musik bewundern zu können.
Nun, zweiteres ist tatsächlich der Fall.
Gerade bei der einfachsten Pflichtübung, nämlich dem klassischen Aufbau der Introsequenz aller bisherigen Filme (Schrift verschwindet in der Unendlichkeit, Schwenk auf einen Planeten, Vorbeiflug eines Raumschiffes), mit der man schnell hätte Atmosphäre erzeugen können, versagt das rein am Computer generierte „Clone Wars“. Stattdessen wird hektisch die bisherige Handlung erzählt und auch die Musik irritiert, da die bekannten Star Wars Themen nur ganz am Anfang und am Ende kurz in einer Variation anklingen. Im Prinzip habe ich ja nichts gegen Innovation. Und schlecht ist die Musik auch nicht. Aber dennoch entfernt sie sich so sehr vom Stil des bekannten Scores von John Williams, dass es schon etwas an Atmosphäre kostet. Und das ist einfach schade.
Davon absehen ist durchaus viel Star Wars in diesem Film. Die Charaktere sind bekannt und man hat auch die „richtigen“ Synchronstimmen verwendet. Auch das Design und das Aussehen der Raumschiffe geht völlig in Ordnung. Alles sieht nach Star Wars aus und hört sich auch so an (außer eben der Musik).
Dabei fällt auf, dass die Figuren, anders als die tollen Raumschiffe und stimmunsvollen Hintergründe, sehr grob gezeichnet sind. Nach „Final Fantasy“ und „Beowulf“ weiß man, dass hier weit mehr möglich gewesen wäre. Ob es hier an Geld gemangelt hat, oder ob das eine Designentscheidung war, weiß ich nicht. Jedenfalls sind auch die Animationen nicht ganz auf der Höhe der Zeit, ohne wirklich schlecht zu sein.
Es werden zwei neue Charaktere eingeführt: Die dunkle Jedi Ventress und Anakins vorlaute Schülerin Ahsoka. Zwar bezweifele ich stark, dass der Jedirat gerade dem unbeherrschten Anakin tatsächlich eine Schülerin zugeteilt hätte, aber für den Film macht die Entscheidung Spaß, da zwischen den beiden der eine oder andere witzige Spruch gewechselt wird. Wobei das auf der Dialogseite aber auch der einzige Lichtblick ist. Geradezu lächerlich wirkt alles, was die Kampfdroiden von sich geben. Das war allerdings auch in den vorangegangenen Filmen der Fall.
Insgesamt macht der Film schon Spaß. Steckt man die Erwartungen nicht zu hoch, wird man trotz aller Mängel gut unterhalten. Was ärgerlich bleibt, dass man an verschiedenen Stellen Star Wars Atmosphäre verschenkt hat. (Wobei der Begriff „Star Wars Atmosphäre“ aber vielleicht auch eher ein subjektiv geprägter ist.)
Wertung 7,5/10 wird aufgerundet zu 8/10