Review

Van Damme versucht sich als Indiana Jones und als Komiker...

Story:
Rudy (Jean Claude van Damme) lebt vom Schmuggeln antiker Gegenstände die er aus Museen und Privatsammlungen aus aller Welt stiehlt. Danach verkauft er sie weiter an weitere Privatsammler oder andere dubiose Gestalten. Sein Vater Professor Finley ist Gelehrter an einem bekannten Museum. Nach dem Rudy seinen Vater besucht hat und mal wieder seine Ware verhökern will, wird sein Vater entführt. Während eines kurzen abgebrochenen Telefonats mit seinem Vater erfährt Rudy, dass dieser sich in Israel aufhält und in Schwierigkeiten geraten ist. Nach seiner Ankunft in Israel wird er von einer Mauer des Schweigens begrüßt. Das erleichtert die Suche nach seinem Vater nicht gerade. Da stößt er auf eine geheimnisvolle Sekte........
Die Story erinnert ein wenig an Indiana Jones, nur fehlen hier die Nazis als böses Gegenstück. Der Film beginnt an sich ganz nett mit dem Einbruch, doch dann verfängt sich die Story sich in einem Mix aus Mystik, Abenteuerfilm, Krimi und Kampfsport. Für einen van Damme Film gibt es in diesem Film eindeutig zu viele Dialoge. So wird der Film recht schnell langweilig. Obwohl der Film nur ca 85 Minuten lang ist, wirkt er dennoch zu langatmig.

Musik:
Hier kann man zufrieden sein. Meist wird auf ordentliche Musik zurückgegriffen, die auch zu den jeweiligen Situationen passt. So zum Beispiel temporeiche Musik bei den Verfolgungsjagden oder mystisch unheimliche Musik in den Katakomben. Solide, wenn auch unspektakulär.

Atmosphäre:
Auf der einen Seite ist „The Order“ ein netter Abenteuerfilm in Israel. Es gibt hübsche Landschaftsaufnahmen und düstere Katakomben sowie eine rätselhafte israelische Sekte. Auf der anderen Seite ist da ein Jean Claude van Damme, der so gar nicht in den Film passen will. Die wenigen Actionszenen, vor allem die Autojagden sind gut in Szene gesetzt. Ärgerlich sind aber die wenigen Fights mit van Damme. Zum einen fehlt sein gewohnter „Spagat“ auf der anderen Seite habe ich noch nie so langweilige Kämpfe von van Damme gesehen. Spätestens als er sich mit dem vorletzten Gegner duelliert ist schluss mit lustig. War denn niemand da, der mal darauf geachtet hat dass sich beide Kämpfer gegenseitig versuchen 20 mal mit dem selben Tritt außer Gefecht zu setzen und dabei immer unter dem Fuß des anderem wegtauchen? Todsünde für einen Fight. Das van Damme es eigentlich besser kann ist bekannt. Positiv fiel mir im Film van Dammes Versuch auf, witzig zu sein. Verkleidet kämpfend und mit Bart, hat er da zumindest ein paar Schmunzler auf seiner Seite. Auch spielt er diesmal überraschend machohaft, wo er sonst immer den Knallharten markiert. Weitere Abzüge bekommt der Film wegen der oben genannten lahmen Story und der daraus folgenden Langeweile. Dem Film fehlt das Tempo, so dass der Zuschauer am liebsten bis zur nächsten Kampfszene vorspulen möchte. Und selbst von denen gibt es leider wenig....

Schauspieler:
Jean Claude van Damme versucht sich hier mal in einer etwas anderen Rolle und mimt in gewissem Sinne einen Abenteurer. Auf der einen Seite ist van Damme hier klar fehlbesetzt. Denn seine Kampfakrobatik, von der seine Filme leben, kommt hier nur sehr selten zum Einsatz. Und wenn, wird sie nur stümperhaft genutzt. Auf der anderen Seite gefielen mir seine humorigen Szenen recht gut. Zwar wirkt alles unfreiwillig komisch, aber van Damme ist so für ein paar Lacher gut. Trotzdem kommt er für einen Abenteurer immer noch zu sauber und schnörkellos rüber.

Fazit:
Mittelmäßiger Abenteuerfilm, der vor allem an der langweiligen Inszenierung krankt. Die wenigen Autoverfolgungsjagden sind solide, die Fights aber leider eher unspektakulär. Das trifft auch auf die Story zu. Allerdings sieht van Damme in dieser etwas untypischen Rolle nicht so schlecht aus, wie ich es befürchtete. Einmal ansehen, sich an den Locations erfreuen und wieder vergessen. Weiterhin nur Mittelmaß für van Damme und nur etwas besser als Replicant.

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