In den letzten Jahren wurde das Backwood-Subgenre im Horrorfilm neu entdeckt, und wie die Fliegen schwirren etliche Filme immer wieder um den gleichen Plot und ähnliche Versatzstücke. Wie die Hauptdarsteller der Filme gibt sich das Subgenre geradezu inzestuös, und wie das dann eben so ist, kommt dabei zumeist nichts Gutes heraus. Na gut, es gibt ein paar Ausnahmen, zum Beispiel der australische Vertreter Wolfcreek, den ich persönlich hervorragend finde. So dachte ich mir, ich sollte auch diesem hinterwälderischen Vertreter aus Down Under eine Chance geben, der uns dieses mal nicht ins Outback sondern in den tasmanischen Dschungel entführt.
So folgen wir vier Freunden, die sich auf der Suche nach dem seltenen, tasmanischen Tiger tief in den Nebelwald begeben und dort zunächst nicht auf diesen sondern auf eine Truppe Hinterwäldler stößt. Dass diese nicht sonderlich freundlich sind, bekommt der Zuschauer mit dem üblichen Wink mit dem ganzen Zaun mitgeteilt, z.B. von der Straße abdrängen, in der örtlichen Spelunke doof aus der Wäsche kucken, etc. Zu alledem kommt, dass die Schwester einer der vier Freunde bereits ein Jahr zuvor auf der Suche nach dem seltenen Tier war, später jedoch tot aus dem Fluss gefischt wurde. In zunehmendem Maße entwickelt sich der Film zum typischen Hinterwäldler-Geplänkel mit eben typischen Hinterwäldlern auf Ausschau nach Fortpflanzungspartnerinnen. Abgesehen von schönen Naturaufnahmen hat „Dying Breed“ reines Mittelmaß und Vorhersehbarkeit zu bieten. Eine völliger Tiefflieger ist der Film nicht, aber es würde ihn mit Sicherheit niemand vermissen. 4/10 Punkten.