Es ist bemerkenswert, wie man uns Filmfans das Geld aus der Tasche zieht. Monat für Monat und Jahr für Jahr werden ähnliche Filme inszeniert und auf den Markt geworfen.Oftmals ist der rasche Griff in den Geldbeutel des Kunden die einzige Motivation der Filmproduzenten. Es ist auch bemerkenswert (und nachdenklich stimmend), dass wir Filmfans uns immer und immer wieder auf dieses Spiel einlassen.
Dying Breed bietet außer einigen imposanten Landschaftsaufnahmen von Tasmanien nichts Innovatives.
Ein Quartett unterschiedlicher Charaktere (Abziehbilder) ist auf der Suche nach dem legendären tasmanischen Tiger und gerät in die Fänge von kannibalistischen Hinterwäldlern.
Ach ja, der Tiger spielt im Laufe der Handlung keine Rolle mehr.
Das computeranimierte Vieh taucht zwar sekundenweise auf, ist aber für den Film kein wirklicher Bringer.
Auch als Story-Aufhänger ist der Tiger ein nasser Burner.
Da der Film auf der Überraschungsseite keine Pluspunkte sammeln kann, kann er dies bedenkenlos auf der Goreseite. Die blutigen Szenen sind zwar rar in dieser Horrorstory platziert, sind jedoch realistisch in Szene gesetzt worden.
Wer Endlos-Splatter erwartet, ist eindeutig im falschen Film. Das 18er-Rating ist dennoch stimmig.
Schlimm finde ich, wie anfangs erwähnt, dass ich wieder Geld für "the same procedure as last DVD" ausgegeben habe, und es sich nicht so richtig gelohnt hat. Aber scheinbar kann sich das Vertriebsmarketing auf mich verlassen - ich muss wohl endlich kritischer sein.
Fazit: Zwischendurch-Horror mit beeindruckenden Landschaftaufnahmen.Spannungstechnisch meilenweit von "Wrong Turn" entfernt.