Obwohl der australische Backwood-Horrorstreifen "Dying Breed" durch Aufführung auf verschiedenen einschlägigen Filmfestivals einige Bekanntheit erringen konnte, handelt es sich letztenendes leider wie so oft doch nur um einen eher durchschnittlichen Genrevertreter im lukrativen Fahrwasser von "The Hills have Eyes", "Wrong Turn" und "Rovdyr".
Punkten kann Jody Dwyers Hinterwäldlerbrut zunächst einmal durch das unverbrauchte, im tasmanischem (Ur)Wald angesiedelte Szenario. Entsprechend sehenswert geben sich die Naturschauwerte des Streifens, die von der professionellen Kameraarbeit mitunter sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt werden und für eine unheimlich-schöne Backwoodatmosphäre sorgen.
Leider gestaltet sich der Rest vom Camperfest inhaltlich sehr konventionell. Erschwerend kommt hinzu, dass, wie so oft in diesem Subgenre, erstmal lange Zeit nichts passiert - vom Wandern durch die Pampa Tasmaniens und ersten befremdlichen Begegnungen mit friedlich gesonnenen Einheimischen einmal angesehen.
Erst im letzten Filmdrittel legt "Dying Breed" dann mit dem üblichen Schlitzprogramm rund um verfallene Waldhütten und verlassene Bergwerksstollen los. Dabei fliesst eine solide, aber keineswegs spektakuläre Menge Kunstblut und alsbald ist von dem munteren Touristengrüppchen nicht mehr all zu viel übrig. Die Spannung bewegt sich hierbei ähnlich wie die Qualität der Effekte auf einem soliden Level, großartige Innovationen werden erwartungsgemäß nicht geboten.
Von den Darstellern schließlich hat bisher nur Leigh Whannell durch seine "Saw"-Auftritte als Adam ein wenig internationale Bekanntheit erworben. Dennoch wissen die abgelieferten Leistungen aller Beteiligten zufriedenzustellen. Besonders nervige Charaktere dürfen natürlich auch hier nicht fehlen, schließlich braucht man ja heiße Kandidaten für die ersten Kills!
Fazit: Alles schonmal besser dagewesen, aber wer nicht genug bekommen kann vom Backwoodgemetzel, der kann relativ unbesorgt zugreifen. Zumindest die Naturkulissen Australiens sind in jedem Fall einen Blick wert.