Der mordende Lebkuchenmann ist wieder unterwegs, - diesmal am Filmset.
Produzent Charles Band kommt ohne seine Puppen einfach nicht aus und als Fortsetzung dieses Trashwerkes bindet er auch direkt ein paar weitere seiner Kreationen ein.
Dass die Regisseurin Silvia St. Croix möglicherweise ein weiteres Pseudonym des viel beschäftigten Filmemachers darstellt, ist bei der markanten Note des Streifens fast anzunehmen.
Rückblick: Ein Killer wird hingerichtet, die Asche von seiner Mutter (einer Hexe) in eine Bäckerei geschickt und diese in einen Lebkuchenmann verarbeitet, der daraufhin das Personal in der Bäckerei killt.
Wie auch immer schafft er es jetzt ans Set eines B-Filmers und muss sich durch fünf Anwesende morden, um endlich wieder menschliche Gestalt annehmen zu können…
Glücklicherweise nimmt sich der Streifen von vornherein nicht ernst und ist fast schon wie eine Mischung aus Satire und Hommage auf Billigfilme aufgebaut.
Regisseur Kevin, der stets strahlende Sunnyboy, tritt das Erbe seines Vaters an, während alle am Set über die schlechten Bedingungen – fehlende finanzielle Mittel, brüchige Ausstattung, übermäßige Arbeitszeit – klagen.
So entfaltet sich der erste Filmdreh auch als völlig überzogen mit massivem Overacting, billigstem Equipment und peinlichstem Geschwafel.
Zwischen den Takes laufen zudem noch einige Klischeegestalten herum, wie der tuckige Make-up-Artist oder die übermäßig vollbusige Catering-Frau, die den mordenden Lebkuchenmann erst anschleppt.
Jener ist, wie gehabt, relativ unbeweglich. In manchen Szenen sieht man die Beinchen ein wenig bewegen, mal die Ärmchen zu einer Waffe greifen und auch das Gesicht offenbart die eine oder andere Mine, doch bei den zeitgenössischen technischen Möglichkeiten ist Dargebotenes reichlich lau.
Zumal der killende Keks eher unblutig zur Sache schreitet und einen Kopflosen hinterlässt, eine Hand abtrennt und ansonsten schon fast eher im Off agiert.
Immerhin sind seine zynischen Flüche recht spaßig und mit der Zigarette im Mund sorgt er durchaus für Schmunzler.
Die Rahmenhandlung ist demgegenüber selten affig.
Mitten in der Drehpause erscheint eine junge Frau mit einem Rollstuhlfahrer, dem mit der Besichtigung des Filmsets ein so genannter letzter Wunsch im Namen einer karitativen Einrichtung gewährt werden soll. Dass sich Frau und Regisseur auf nicht nachvollziehbarer Ebene näher kommen, will eventuell noch einleuchten, doch welch hanebüchenen Twist es mit dem Rollstuhlfahrer auf sich hat, wird besser nicht vorweg genommen, - da soll jeder selbst die Hand vor die Stirn klatschen.
Folgerichtig bietet der Streifen lediglich Stoff für Trashfreunde, die bei schlicht animierten Puppen nicht mehr erwarten als flockige Unterhaltung auf rammdösigem Niveau.
Schwache Darsteller, etwas zu wenig Blutvergießen und eine schusselige Synchro gehören genauso dazu wie ein vorhersehbarer Verlauf mit obligatorischem Abschlussgag.
Aufgrund des bunten Filmsets und der teilweise treffenden Produktionsanalysen um B-Movies etwas unterhaltsamer als das Original, - beileibe aber keine Granate, die für diese knapp 70 Minuten mehr als nur eine Sichtung rechtfertigen würde.
4,5 von 10