Immer diese leidigen Atombombentests!
Das hat doch Folgen, denkt man – und so hat es denn auch die beachtliche Schlangenpopulation von Arizona soweit mutieren lassen, daß die Viecher woodstockartige Happening auf einsamen Highways feiern, bis sie von marodierenden Autofahrern gleich in Hundertschaften geplättet werden.
Aber alles im Universum hat seinen Ausgleich und so gibt es eine Autopanne für ein selig junges Pärchen, in dessen Folge eines der Viecher (POV-Shot, hisssssss...) in den Gepäckraum schlingert und beim nächsten Stop mal kräfig zuhappert.
Unser Anti-Hero Clark, ein munterer Sonnyboy, der wie üblich in präpotentem Leichtsinn alle Tankwartwarnungen in den Wind schlägt (wie denn auch sonst, wenn das knackig Mägdelein auf dem Beifahrersitz immer von Dino-Fell-Tangas träumt), kommt sich zwar nach einer Serumspritze eines Handlungsreisenden recht gerettet vor, doch alsbald mutiert sein Händchen und zwar zu einer Schlange, die keine Gefangenen macht.
Das klingt zwar recht apart, ist in dieser Coproduktion mit Miniplot aber dermaßen behäbig auf Film gebannt worden, daß einem davon die Füße einschlafen, da helfen auch keine schönen Mutanten-FX von Screaming Mad George.
In erster Linie fahren wir also mit den beiden durch die Gegend und lauschen doofen Dialogen, gönnen uns ein dämliches Intermezzo mit einem sinistren Mechaniker, der einen Mutantenhund unterm Schrank hat (und sich von ihm beißen läßt, woraufhin er aus dem Film verschwindet) und gucken dann Jill Schoelen beim Tanzen mit einem Redneck zu, wobei ihr hautenger Ledermini noch das Erfreulichste in Sichtweite ist.
Der zweite Handlungsstrang befaßt sich mit dem armen Handlungsreisenden, der aufgrund fehlender medizinischer Zulassung juristisch gesehen die Buxen voll hat und von Ex-MASH-Corporal Klinger alias Jamie Farr im besten Hal-Needham-Style runterchargiert wird, versichert er sich doch der Hilfe diverser kaputter Truckfahrer, von denen er die Unattraktivste auch gleich noch nagelt.
Mit im Gebräu ist auch Schrottmime Bo Svensson (mein Gott aus „Wizards of the Lost Kingdom“), der hier den Sheriff gibt und von vornherein mehr wie ein Saloonschläger ausschaut. Dennoch spult sich die Handlung zäh wie Leder ab und wenn dann die Hand, die ständig in Mull eingewickelt ist, endlich zur Attacke schreitet, greift man stets zu Weichzeichner und Extremzeitlupe, was die Sache auch nicht spannender macht.
Den Showdown bestreitet man dann in einer Matschgrube, wo man die kostengünstigen Mutationen besser kaschieren kann, um sie dann mit einer Pumpgun gut pulverisieren zu können.
Wie gesagt, schauspielerisch unter aller Kanonen, bis zum Exzess zerlabert und weitgehend spannungslos, erfreuen sich daran maximal ein paar Reptilienfreunde, aber der sittsam verstreute Gore kann diesen Käse auch nicht mehr reifen lassen. Öde 2/10.