Auf der Autotour eines Liebespaares durch Texas wird der Mann von einer Schlange in die Hand gebissen und nach der Verarztung wiegt man sich in Sicherheit, doch der Gebissene durchlebt eine Wandlung mit tödlichen Folgen für die Menschen in seiner Nähe.
Bei "The Bite" hat man das Gefühl, dass sich die Macher während des Drehs noch nicht sicher waren, was sie für einen Film drehen wollen und sich dann noch schnell umentschieden haben. So fängt der Streifen wie einer der unzähligen Tierhorrorfilme an: Ein paar Männer in Schutzanzügen fangen eine Schlange ein, es kriechen ganz viele Exemplare in der Landschaft (und in Maschendrahtzäunen !) herum, ein Liebespaar fährt durch diese Gegend und man stellt sich auf Schlangenhorror in Form von Menschen, die sich gegen die Reptilien erwehren müssen, ein. Doch nachdem der Mann einen Biss in die Hand bekam und ein Geschäftsmann, der zugleich Hobbyarzt ist, dem Gebissenen ein Serum verabreichte, nimmt der Film eine Wendung und wird zum Mensch-wandelt-sich-zum-Monster-Streifen ala "Die Fliege" (der mit Jeff Goldblum), denn fortan führt die Hand des Mannes ein Eigenleben, sehr zum Nachteil der Menschen, die ihm über den Weg laufen und am Ende erfolgt die komplette körperliche Mutation. Eine wirkliche Erklärung für diese Mutation gibt es nicht, aber man kann sich zusammenreimen, dass die Schlangen durch Gifte oder Experimente verändert wurden, was Tier (der Hund vom Tankstellenbesitzer) und Mensch (männlicher Teil des Liebespaares) nach Biss genetisch verändern bzw. mutieren lässt.
Die Figuren werden bei dieser trivialen Geschichte natürlich nur oberflächlich abgehandelt und auch die Hauptcharaktere, nämlich das Paar, bleiben farblos, so dass man als Zuschauer keine Gefühle für diese entwickelt und einem deren Schicksal relativ egal ist, was nicht besonders förderlich für den Spannungsaufbau ist. Auch plätschert das Filmchen inhaltlich die meiste Zeit vor sich hin und hält nur durch Fortschreiten der Mutation und Morde bei Laune, um in einem herrlich schleimigen Finale abrupt zu enden.
Die Effekte, die von Screaming Mad George stammen, sind es dann auch, die den Film vorm Komplettreinfall retten. So wurden schöne Maskeneffekte bei der Mutation des Mannes erschaffen, es gibt den ein oder anderen Bluteffekt wie bei der oralen Organentnahme des Polizisten und es wurden auch echte Tiere verwendet wie im stärksten Teil des Streifens, dem Finale, als der Mutant kleine Schlangen auf die Autofrontscheibe rotzt und später ausgewachsene Reptilien ausscheidet. Manche Einlagen sind dann wiederum so simpel umgesetzt, dass man meint, den Machern sei hier das Geld ausgegangen, wozu sicher die Szene gehört, in der der Mutierende aus seiner Hand dem von Adam, Eva und der Schlange quatschenden Bibeltreuen eine meterlange Zunge um den Hals schlingt, um diesen damit zu erwürgen. Immerhin schlägt bei solchen Szenen das Herz des Trashfans höher, welches hier ansonsten meist eher nur leicht zu pochen pflegt.
Insgesamt ist "The Bite" ein mittelmäßiger Beitrag, der weder den Tierhorrorfreund noch den Monsterfan so richtig in seinen Bann ziehen zu vermag und auch der Trashanhänger kommt nur bedingt auf seine Kosten.