Clark und Lisa wollen verreisen und fahren dabei mit dem Auto durch die Wüste. Während ihrer Fahrt fahren sie an einer Stelle über dutzende Schlangen - zum krönenden Abschluss kriecht eine, während einer Reifenpanne, auch noch in den Wagen. Als sie in der nächsten Stadt ankommen, wird Clark von ihr gebissen - dass die Schlange durch Atomtests in der Wüste mutiert war und er selber dies jetzt auch tun wird, weiß er noch nicht...
Hört sich insgesamt erstmal nach einer interessanten Story an. Clark wird gebissen und verwandelt sich langsam in ein Schlangenwesen - ersteres tut hierbei sein linker Arm, der sich in einen sehr aktiven Schlangenkopf verwandelt und gelegentlich auch mal "dominant" wird. Aber halt! Kennt man doch beides irgendwoher... Richtig, hier bedient sich der Film an "Evil Dead" und dem Remake von "Die Fliege". Dieser Klau schadet dem Film aber nicht wirklich. Es ist ein durchaus solides Filmchen entstanden.
Augenmerk sollte man hier vor allem auf die klasse Effekte legen - Screaming Mad George, der auch bei Bride of Re-Animator tätig war, liefert hier einsame Spitze ab. Handgemachte Effekte sind eben doch die besten. Schade ist bloß, dass der Film bei vielen Kills langsamer und somit ruckliger wird, die normale Filmgeschwindigkeit hätte man hier durchaus beibehalten können. Ein dickes Plus gibt es hier also schon mal für die Effekte.
Leider gibt es in dem Film kaum Spannungsmomente. Viele Szenen lassen sich leider doch erahnen, so etwa SPOILER die Abtrennung des Arms oder die Gesamtmutation von Clark gegen Ende SPOILER. Außerdem tröpfelt der Film dafür zu langsam vor sich hin - viel zu lange ist das Pärchen unterwegs, fährt über die Straßen und es passiert nichts. Der Score nervt auch teilweise ein wenig. Man wird somit immer wieder auf Kills, die gleich passieren, hingewiesen - das muss nicht sein.
Schauspielerisch ist der Film im oberen Durchschnitt - Lisa tut ihre Rolle als Freundin, die zusehen muss, wie ihr Freund leidet und langsam zum Reptil mutiert, wirklich gut, und auch Clark, als derjenige, der leidet und mutiert, macht eigentlich nichts verkehrt. Dümmliche Dialoge, wie das bei Filmen zu der Zeit durchaus üblich war, gibt es eigentlich nicht wirklich.
Fazit: Wem "Die Fliege" bereits gefallen hat und nicht mit allzu hohen Ansprüchen an den Film herangeht, wird durchaus auf seine Kosten kommen. Die Situation spitzt sich im Verlaufe des Films zu und mündet im wirklich ekligen, aber toll getricksten Effektfinale. Insgesamt kann man hier also schon sagen, dass es bessere Qualitätsware der Entstehungszeit und kein Standart-Schrott ist. Trashliebhaber sollte man aber schon sein ;-)
7/10