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"The Bite" soll das Sequel zu "The Curse" mit Wil Wheaton in der Hauptrolle darstellen, welcher zwei Jahre zuvor erschien. Jedoch hat dieser B-Schlangenhorror rein gar nichts mit dem Erstling zu tun, sondern dies diente wohl nur der besseren Vermarktung. Auf jeden Fall ist und bleibt es die einzige Regiearbeit von Frederico Prosperi. Immerhin konnte er Screaming Mad George für die F/X gewinnen. Leider hat der Gute erst im Finale richtig zu tun.

Clark Newman (J. Eddie Peck) und seine Freundin Lisa Snipes (Jill Schoelen) sind auf dem Weg nach Kalifornien. Und trotz jeglicher Warnung nehmen sie eine Abkürzung, welche sie an einem militärischen Sperrgebiet vorbeiführt. Dort tummeln sich hunderte von Schlangen, eine gelangt ins Auto und beisst Clark in die Hand. Der hilfsbereite Geschäftsmann Harry Morton (Jamie Farr) spritzt Clark sofort ein Gegengift, welches jedoch wirkungslos bleibt. Clarks Hand mutiert langsam zu einer Schlange und entwickelt ein Eigenleben. Bald wird Clark wegen mehrfachen Mordes gesucht und auch Lisa befindet sich nun in größter Gefahr. Kann Clark noch geholfen werden ?

Das böse Militär experimentiert an Kampfstoffen und Schlangen herum, was man im Film eigentlich gar nicht richtig erfährt. Es wird einmal kurz erwähnt, der Zuschauer darf sich seinen Teil selbst denken. Warum dort die ganzen Schlangen herumkriechen, was eigentlich Aufmerksamkeit erregt, bleibt also fraglich. Aber es scheint sich hierbei nicht um normale Schlangen zu handeln. Also sind es entweder Experimente, oder die Tierchen haben etwas von den Kampfstoffen genascht. Ist eigentlich auch egal, denn "The Bite" ist und bleibt unterdurchschnittlich. Das dürfte größtenteils an der schnarchigen Regie von Prosperi liegen, der den Großteil der Laufzeit für sinnloses Gequassel opfert. Zum Beispiel wäre da der Aussendienstler Morton, welcher Clark nach Verabreichung des falschen Serums hinterherreist, um seine Weste reinzuwaschen. Die Handlung bringt das kein Stück weiter und Morton erhält viel zuviel Screentime. Wen interessiert es denn, ob er auf dem Rastplatz einen Quickie mit einer Truckerin hat.

Natürlich leben sich auch Lisa und Clark nach dem Biss auseinander. Clark hat sich nicht mehr unter Kontrolle, knallt seiner Flamme sogar eine und murkst bald einen Polizisten ab. Die wenigen Morde sind weder spannend vorbereitet, noch richtig gorig. Ein mutierter Hund darf seinem Besitzer blutig in den Arm beissen, während Clarks mutierter Schlangenarm seinen Opfern in den Mund fährt, damit sie grausam ersticken, oder der armen Ärztin reisst er das ganze Kinn ab. Zwischendurch kommt der Gute auf die Idee, sich einfach mal den Arm abzuhacken, leider weit gefehlt, denn das Biest wächst wieder nach. So steht Clark bald ganz oben auf der Liste des Sheriffs, doch die kleine Hetzjagd verläuft alles andere als spannend. Dabei sind Prosperi die Kulissen gelungen. Einsame Strassen, unheimliche Rasthöfe, schmierige Kneipen, abgelegene Häuser, oder die Baustelle im Finale.

Doch zwischen den Morden ist immer wieder Langeweile angesagt, desweiteren bleibt der Bodycount extrem niedrig. Nur das Finale in der Baustelle kann dann gefallen, hier punktet Screaming Mad George mit schleimigen Ekeleffekten, nur die Riesenschlange ist ihm nicht so gut gelungen.
Über die Darsteller lässt sich kaum meckern, J. Eddie Peck (Teuflische Klasse, Blind Heat) hat seinen Charakter im Griff, genauso Jill Schoelen (Skinner...lebend gehäutet, State of Mind) als Lisa. Auch Jamie Farr (Die Geister die ich rief, Auf dem Highway ist die Hölle los) macht seine Sache gut, doch sein Charakter Harry Morton ist eigentlich unwichtig. Bo Svenson (Kill Bill: Vol. 2, Speed 2) verkörpert den Sheriff.

Unterirdische B-Produktion mit absurder Story, leider von Prosperi sehr lahm in Szene gesetzt. Spannung ist Mangelware und darüber können auch ein paar Ekeleffekte nicht hinweg täuschen. Die Darsteller kann man lassen, die Sets auch, aber insgesamt gesehen ist "The Bite" eine sehr langweilige Angelegeheit, die zudem massig Fragen offen lässt. Nur das Finale kann sich sehen lassen.

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