Ein Katastrophenfilm ohne auch einen Cent in Special Effects hineinzuhauen hat es wohl auch noch nicht oft gegeben. Aber es muss ja nicht unbedingt bei jedem Film in diesem Genre die Welt in Schutt und Asche gelegt werden, um zu funktionieren.
In "The Happening" scheinen Pflanzen auf ihre Umwelt, also den Menschen, chemisch zu reagieren und irgendwelche Botenstoffe auszusenden, die die Menschen in unmittelbarer Umgebung zum Suizid zwingt.
Schön und gut. Mark Wahlberg schlägt sich samt Kind und Kegel durch die unsichtbare Bedrohung durch und sucht fieberhaft die Rettung, bzw. nach der Ursache. Denn die Vermutung liegt zuerst bei Terroristen, dann evtl. bei der eigenen Regierung die mit Biowaffen geschlunzt hat (ui, böses Amerika mal wieder), bis ein Mitreisender Wahlbergs das Pflanzenthema erwähnt.
Das ganze ist schön und gut und funktioniert auch in seiner subtilen Art und Weise - wenn dem Film nicht die Glaubhaftigkeit und die Logik fehlen würde. Zumindest in meinen Augen ist dies der größte Fehler des Films, denn seien wir mal ehrlich: Um Wahlberg rum sterben alle Menschen und es ist uns allen klar, dass sich der Virus über die Luft überträgt, aber Magic Marc samt seiner Truppe bleiben unverschont. Das ist nicht glaubhaft und zieht sich durch den ganzen Film durch. Die Chance, dieses Szenario (warum denn nicht, wäre doch mal geil, wenn Mutter Natur auf diese Weise zurückschlagen würde) realistisch umzusetzen, wurde von Shyamalan komplett vergeigt.
Zurück bleibt ein einigermaßen unterhaltsamer Film, dem jedoch jede Glaubwürdigkeit fehlt.
5/10