Review

Ich beschränke mich bei dieser Kritik sehr gern aufs Wesentliche, denn es lohnt sich wirklich nicht, länger über den Streifen nachzudenken.

Der Plot ist absolut hanebüchen, ein Zwitter aus Matrix, Lucky No. Slevin, Mr. and Mrs Smith und diversen weiteren Machwerken, z.B. aus der Freimaurer-Ecke. Da hilft selbst Morgan Freeman nichts; der einzige gelungene Charakter ist Cross, dessen rätselhafte Seite Thomas Kretschmann gut ins Bild transportiert - zumal er den Vorzug hat wenig zu sprechen... Der Rest der Dialoge (bzw. allzu oft Monologe) ist altkluges Gebrabbel über Lebensverfehlung, Bestimmung, Vater-Sohn-Bindung, blablabla, dazu die grotesk konstruierte "Bruderschaft"-Story - unendlich unoriginell!

Zur Action ist zu sagen, dass Effekte ab einem bestimmten Punkt ins Peinliche umschlagen; dieser ist hier überschritten. Dazu die mehr als kindische Erklärung der besonderen Fähigkeiten Wesley Gibsons: sein Herz schlage in den entsprechenden Momenten mit 400 Schlägen / min, was ihm erlaube, alles wie in Zeitlupe wahrzunehmen, dazu ein extremer Adrenalinausstoß, und schon kann man um Ecken schießen, von Hochhaus zu Hochhaus springen, eine Kugel nach der anderen aus der Luft schießen etc. pp. Die Zielgruppe muss wohl auf männliche Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren definiert worden sein, oder aber der Drehbuchautor nimmt seinen Nonsens wirklich so ernst wie er ihn präsentiert. Von der Selbstironie, die gute Filme des Genres auszeichnet, ist jedenfalls nichts zu spüren, warum sonst die pseudo-philosophischen Passagen (s.o.)?

Einzelne Szenen sind dennoch nett anzusehen, z.B. der von anderen bemängelte Schuss durchs Schiebedach - auch wenn ich mir keinen Grund denken kann, warum ein gepanzertes Auto von oben verwundbar sein sollte, schließlich kann man auch von Brücken und aus Hubschraubern schießen. ;-) Das Beste am Film sind sicher die Schauplätze bzw. Kulissen, hier wurde richtig etwas geschaffen. Leider aber erzählerisch nicht genutzt.

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