Review

Tja, was soll man dazu sagen?
Karl the Butcher bringt als Kind seine Mutter um. 20 Jahre später setzt er seinen blutigen Amoklauf fort.
Das ist alles, was man in VIOLENT SHIT neben einem Killer, der einer Mischung aus Jason Vorheese und dem Glöckner von Notre Damme gleichkommt, geboten kriegt. Auf Handlung, Logik, Spannung, Atmosphäre, gute Schauspieler und auf alles, was einen "wirklich guten" Film sonst noch so ausmacht, wird hier allerdings verzichtet.

Der ganze Streifen ist mit einer billigen Videokamera gedreht worden und ist dem entsprechend, was die Bild- und Tonqualität angeht, sehr schlecht.
Vor allem der Ton aber ist einer der absoluten Tiefpunkte des Films: Man versteht fast kein einziges gesprochenes Wort, was (höflich ausgedrückt) den Unterhaltungswert von VIOLENT SHIT natürlich erheblich schmälert. Selbst wenn alle Dialoge nur aus dem debilstem Gesülze bestehen würden (was sie wahrscheinlich auch tun), wäre das fesselnder als dieses verrauschte, unverständliche Kauderwelsch.

Darüber hinaus sind wie bereits oben erwähnt alle Darsteller und Kameraeffekte unter aller Sau, Handlung gibt es absolut keine und der Film ist zum Gähnen langweilig und zum Schreien blöd, aber solche Sachen kennt man ja bereits aus diversen anderen Splatterfilmen.

Allerdings hat VIOLENT SHIT doch etwas an sich:
Er hat wieder diesen scharmanten Trash-Charakter, aber auf den will ich jetzt nicht näher eingehen.
Womit VIOLENT SHIT wirklich überzeugen kann, sind seine Gore-Szenen. Die sind zwar sehr amateurhaft, aber dafür deftig blutig und stellenweise verdammt hart und pervers.
Beispielsweise hat Karl the Butcher im Wald eine Jesus-Erscheinung, die Karl auch mit seinem überdimensionalen Fleischerbeil bearbeitet. Außerdem wird hier der Cannibal Corpse-Song "Fucked with a Knife" bildlich dargestellt .... ich möchte nicht mehr ins Detail geh'n.

Splattermäßig geht hier also einiges. Es wird amputiert, kastriert, ausgeweidet, Titten werden abgeschnitten, Jesus wird niedergemetzelt .... Behaltet aber bitte im Hinterkopf, dass die Effekte weit, sehr sehr weit von der Klasse eines Olaf Ittenbach entfernt sind. Für Gorehounds dürften aber einige Leckerbissen dabei sein.

Der Splatter ist aber leider das einzige, was hier Spaß macht. Zwischen dem Gemetzel werden einem nur völlig unsinnige und überflüssige Szenen geboten, in denen ewiglang unverständlich gelabert oder mit dem Auto rumgefahren wird oder Karl verloren in der Prärie rumhumpelt. Leider kommt hier auch kein unfreiwilliger Humor, wie in anderen Amateur-Splatter-Trash-Bomben a la PREMUTOS auf.
Das macht den Film im Endeffekt unerträglich langweilig und praktisch "unanschaubar" und der Griff zur Fernbedienung ist nahezu unvermeidlich.

Fazit:
Als Film ungenießbar. So etwas kann man sich einfach nicht anschauen. Definitiv nix für den nächsten Bierabend, denn "Schönsaufen" klappt hier glaub ich nicht mehr!
Wenn man aber die "Handlungs"-passagen überspringt und nur von Metzelszene zu Metzelszene spult, kann man an VIOLENT SHIT Gefallen finden, insofern man auf billigsten Amateur-Splatter mit einer gehörigen Prise Perversion und Gotteslästerung abfährt.
Man kann definitiv nicht bestreiten, dass VIOLENT SHIT gewissen Kultcharakter hat, den er aber bestimmt nur unter den hartgesottensten Trash-Freunden genießen dürfte.
Zu recht oder zu unrecht muss jeder für sich selbst entscheiden.

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