Review

Es ist verdammt schwer, erstens "Violent Shit" als Film zu bezeichnen und zweitens, ein Review über ihn zu schreiben. Denn Andreas' Schnaas Filmdebüt ist unumstritten provokante und brutale Unterhaltung. Zumindest für viele. Einen Sinn soll und kann man nicht finden, weil es einfach keinen gibt. Jeder, aber absolut jeder, der hier irgendwie meint, einen Sinn erkannt zu haben, hat ein klein wenig zu viel interpretiert und hat auch einen großen Schaden. Leute, die sich "Violent Shit" ansehen, haben den aber ganz sicher nicht, weil Andreas Schnaas einfach versucht hat, einen Splatterfilm zu drehen. Natürlich sieht das Ganze aus, als ob es ein Homevideo ist. Die Qualität erinnert an diverse Aufzeichnungen von irgendwelchen Geburtstagsfeiern. Doch wer sich bei "Violent Shit" beschwert, dass es keine Story, schlechte Bild- und beschissene Tonqualität gibt, hat den Sinn des Films nicht verstanden. Ja, ich hab mich soeben widersprochen, weil ich oben erwähnt hatte, "Violent Shit" nicht mit jeglichem kleinsten Partikel eines Sinnes in Verbindung zu bringen. Es gibt aber einen Sinn, dass Andreas Schnaas solch ein Werk gedreht und geschaffen hat. Stellt euch nur mal vor, ihr habt eine Kamera und ein paar Kumpels. Und ihr mögt Splatterfilme. Und jeder, der sich "Violent Shit" ansieht und ihn kennt, steht auf das Genre. Also wieder zurück, ihr wollt also mit euren Kumpels, mit denen ihr schon zahlreiche Spatterfilme wie "Night of the Living Dead" oder "Dawn of the Dead",... gesehen habt, eure Kamera "sinnvoll" zu nutzen. Also wollt ihr nicht nur dumm die Gegend filmen, sondern einen Film zu drehen. Nichts liegt näher, als als Splatterfans einen Splatterfilm zu drehen. Und das haben Andreas Schnass und seine Freunde eben gemacht. Der einzige Unterschied zu anderen Leuten besteht darin, dass Andreas Schnass sein Werk veröffentlicht hat. Und jetzt gibts Leute, viele davon sicher Splatterfans, die ihn dafür hassen, weil er ein perverses und abartiges Werk geschaffen hat. Ich finde "Violent Shit" fast schon interessant, einfach mal zu sehen, wie so ein Film ist. Ein Film, ohne jegliche finanzielle Mittel, ohne Story, nur Szenen aneinandergereiht. Ja, in dem Film sind es eben nur Szenen der Gewalt. Aber mein Gott, jeder, der mit "Violent Shit" einen wirklichen Film erwartet, hat sowieso schon keine Ahnung. Schnass WOLLTE einfach ausprobieren, und ich nimm es ihm ganz sicher nicht übel, das alles mit Gewalt gemacht zu haben. Nicht, weil ich so mehr Blut zu sehen bekomme, sondern einfach deswegen, weil er das gleiche denkt und es sogar umsetzt, was so viele denken und liebend gerne umsetzen möchten. Eigentlich dürfte "Violent Shit" nicht bei OFDB stehen, weil es eben kein Film, sondern eben ein Versuch eines Films ist. Und das meines Erachtens nicht übel. Das Bild und der Ton sind scheiße, auch auf der DVD. Die Effekte sind nicht professionell, aber für damalige Laien (LAIEN!!!!!) ziemlich gut. Und mit dem zweiten, noch dazu mit dem dritten Teil hat Andreas Schnass zwei würdige, besser gesagt fast schon geniale Sequels, keinesfalls überflüssig, inszeniert.
Schnaas' Debüt"film", eben einfach kein Film. Es macht verdammt Spaß, "Violent Shit" anzuschauen, wenn man vorher weiß, dass es einfach total amateurhaft ist. Die Effekte sind aber z.B. teilweise schon besser als die bei "Eaten Alive". Geschmackssache, äußerst brutal, keine Story. Aber man muss nicht krank oder irre sein, um Gfallen an "Violent Shit"zu mögen! 6/10 Punkte

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