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Osbourne Cox (John Malkovich) ist Analytiker beim CIA und wird gekündigt. Er will seine Memoiren schreiben, natürlich mit einigen Internas angereichert. Durch Zufall gelangen diese in die Hände von Ched Feldheimer (Brad Pitt) und Linda Litzke (Frances McDormand). Die beiden wollen natürlich für so hoch brisante Geheimnisse Geld sehen, zumal Linda mehrere Schönheits-OPs plant, die ihre Kasse nicht übernimmt. Doch Cox möchte sich so leicht nicht erpressen lassen und Lnfa und Ched müssen einen anderen Plan verfolgen.
Mit "Burn After Reading" liefern die Coens mal wieder eine Komödie ab. Diese besticht vor allem durch ihre durchdachten Dialoge, skurille Situationen und merkwürdige Charaktere. Gleichzeitig werden amerikanische Urängste (Überwachung) und Klischees (Schönheits-OPs) persifliert. Der Film ist im großen und ganzen sehr ruhig und bietet leider auch einige Längen. Dafür punktet er aber durch einige Momente, die einen wirklich zum Lachen bringen und Charaktere, die alle unterschiedlicher nicht seion könnten und jeder für sich durch seine Eigenarten Sympathien auf sich zieht. Dazu werden innerhalb der Story immer einige Geheimnisse gestreut, auf deren Auflösung der Zuschauer wartet und somit gut unterhalten wird. Die schauspielerischen Leistungen sind bei dem Cast auf sehr hohem Niveau. Vor allem Brad Pitt als Ched sticht mit seiner leicht irren Charakterdarstellung positiv hervor, aber auch Clooney, Swinton, Malkovich und McDormand spielen herorragend. Die Kameraarbeit ist ebenfalls sehr ruhig und unterstüzt somit den Film ohne störend zu wrken. Ebenso der Score, den man kaum bewusst wahr nimmt, der aber zu der Gesamtstimmung des Films positiv bei trägt.
Doch es gibt auch einige Kritikpunkte: Zum einen gibt es, wie bereits oben erwähnt, einige Längen. Dazu kommen dann noch die vielen Sidestories, die neben der Hauptstory erzählt werden, sich am Ende aber wieder mit dieser verknüpfen. Zwar sorgt das auf der einen Seite für Spannung, aber auf der anderen auch für eine gewisse Unübersichtlichkeit.
Zusammenfassend ist "Burn After reading" also eine sehr abgedrehte Komödie, die durch sympathische Charaktere und außergewöhnliche Einfälle punktet, aber leider auch einige Längen aufweist.

7/10

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