Verkaufsmanager Julien Duvernois hat seinen Job verloren. Von der Abfindungssumme erfüllt er sich einen Traum: Er kauft einen Rolls Royce, den „Lord für alle Fälle“, und spielt Chauffeur für die Reichen. Sein neues Unternehmen entwickelt sich zu einem lukrativen Vergnügen. Julien erlebt bei seinen Fahrten für Barone und Bobtails so manche Überraschung. Rat bekommt Julien von seiner Frau Anne, Tochter Nathalie und von seiner Ex-Frau Françoise, die als Rechtsanwältin ihren früheren Mann mit allen Kräften unterstützt. Ein verläßlicher Freund ist auch der Mechaniker Raoul.
Eine recht amüsante Angelegenheit war die kurzlebige deutsch/französische Serie ein Lord für alle Fälle (nicht zu verwechseln mit ein Colt für alle Fälle). Der arme Julien baut sich eine neue Existenz als Fahrer der Neureichen auf und erlebt in den insgesamt 12 Episoden einige nette Geschichten.
Zusammen mit seinem Rolls, dem titelgebenden "Lord", gibts dabei nicht nur Peinlichkeiten auf dem Rücksitz, sonder auch abseits des Lenkrads müssen Liebeleien geflickt werden, vom Schicksal Gebeutelte getröstet werden. Der Humor der Serie hat ein zwar nicht gerade zum rofl´n angeregt, war aber angenehm spitzbübisch.
Mehr als nette Unterhaltung kam zwar nicht bei rum, war aber damals im Vorabendprogramm immer eine angenehme Brücke der ARD zum Spielfilm am Abend. Durch die französische Note wirkt die Serie auch nicht so typisch deutsch, sondern bringt ein wenig laissez faire mit rein. Das Modell könnte man ruhig mal wiederholen.
6/10