Dr. Rothe verliert sich selbst und wird im WWII in Berlin zum Mörder.
Filmhistorisch interessant, denn hier hat Peter Lorre, den ich recht gern mag, nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern auch das Drehbuch verfasst und Regie geführt. Allerdings kam das Drama beim Publikum wohl nicht an, was ich durchaus verstehen kann.
Lorre erzählt seine Geschichte in Rückblenden und breitet sie sehr, sehr langsam vor uns aus. Das erzielt zu Anfang noch Wirkung, vor allem durch Lorres Spiel und Präsenz, verliert sich aber im leider manchmal zähen Verlauf mit teils endlos erscheinenden Gesprächen.
Zum Finale gibt es noch eine kleine Verfolgungsjagd mit einem Krankenwagen und diversen PKWs, die verglichen mit dem bisherigen Gezeigten völlig deplatziert wirkt. Das Ende ist aber schön konsequent.
Rein inszenatorisch hat Lorre zwar ein paar schöne Bilde hinbekommen, insgesamt wirkt das aber eher bieder. Definitiv nicht auf dem Level eines Meisterwerks, aber eben historisch interessant. Zumindest einmal, das reicht.