Gähn, womit hat die Filmwelt bloß diese absolut graupigen B-Movies verdient? Der eigentlich fähige Kameramann Bernard Salzmann („Viper“, „Savate“) muss völlig mittellos sein Regiedebüt dahinwürgen, ohne dass es selbst den Genrefan auch nur in irgendeiner Szene interessiert.
Deswegen will ich mich auch gar nicht lange an diesem Müll aufhalten. In der 08/15 – Story muss der gewaltig gesunkene Miles O'Keeffe (hüpfte früher mal als „Tarzan“ und „Ator“ durch die Kulissen) als rechtschaffender, militanter Terrorist die Bürger Amerikas vor den willkürlichen Überwachungsmaßnahmen des Staates schützen und übernimmt mitsamt seinen Anhängern prompt eine Schlüsselstation der NASA, um den Spionagesatelliten erst gar nicht in Funktion treten zu lassen. Doch der dort angestellte und die Apparaturen aus dem Kalten Krieg benutzende Programmierer ist nicht doof, schaltet das Licht aus und geht stiften. Die Hatz beginnt...
Gähn, Gähn und nochmals Gähn. In einer biederen TV-Optik gehalten, sieht die Action nicht nur schwach aus, sondern ist genauso gemacht. Ein gutes Beispiels ist eine Verfolgungsjagd, die schier ewig in der selben Einstellung aus der Entfernung gefilmt wird. Ja, so kommt Spannung auf.... Die Terroristen müssen ausgeschaltet werden, sind davon natürlich wenig angetan, dazu reichhaltige Stock Footage Einlagen des Weltalls und des Spaceshuttles. Fertig ist das Ärgernis.
„Diamondbacks“ kann leider mit gar nichts überzeugen und reiht sich damit mühelos in die aktuelle Produktoffensive von Tele 5 ein, die, neben wenigen guten B-Movies, wohl RTL 2 den Rang ablaufen will, möglichst viele unterirdische B-Movies im Nachtprogramm als Lückenfüller zu vergraben. Hier gibt es miese Darsteller, improvisierte Effekte (Meine Güte, sind die explodierenden Modellbauten schlecht) und einen Plot von der Stange. Das Verhalten einiger Figuren entspricht mal wieder gänzlich nicht dem gesunden Menschverstand und hinzu gesellt sich eine enorm einfallslose und biedere Inszenierung seitens Salzmann.
Fazit:
Von daher Finger weg von diesem Müll. Es gibt selbst für den beinharten B-Movie-Fan absolut keinen Grund sich dieses Billig-Desaster anzuschauen. Ohne Budget und damit einhergehend ordentliche Darsteller und natürlich Actionszenen kann man nun mal keinen ansehbaren B-Actioner drehen. Wann sagt dies endlich mal einer den Produzenten..