Leonard ist ein junger Fotograf, der nach einer gescheiterten Beziehung zurück zu seinen Eltern zieht. Sein Vater will ihn am liebsten mit der Tochter eines Geschäftspartners verheiraten, doch Leonard hat ein Auge auf seine Nachbarin Michelle geworfen. Seltsamerweise scheint Michelles Wohnung von einem reichen verheirateten Anwalt bezahlt zu werden.
Im Grunde genommen ist Two Lovers nichts anderes als eine von vielen Dreiecksgeschichten. Der psychisch labile Leonard, der mittlerweile schon zwei Suizidversuche hinter sich hat, lernt die Tochter eines Arbeitskollegen seines Vaters kennen. Diese verliebt sich gleich in seine sensible Art, er lernt jedoch die deutlich agilere und lebensfreudigere Nachbarin Michelle kennen, in die er sich wiederum verknallt. Dummerweise hat die gleichzeitig eine Affäre mit ihrem Anwaltsboss, der verspricht für sie seine Familie verlassen zu wollen.
Das gibt insgesamt einen Haufen emotionalen Kuddelmuddel, der erst mal geordnet werden muß. Positiv muß man aber anmerken, das wir es hier mal mit richtigen Charakteren mit Ecken und Kanten zu tun haben, die zudem auch noch sehr gut gespielt werden. Auch wenn ich geistig bei Joaquin Phoenix immer das Bild des fiesen Commodus aus Gladiator vor dem geistigen Auge habe, ist seine Rolle des fragilen Leonard ebenso glaubwürdig, wie die seiner potentiellen Herzblätter Vinessa Shaw und Gwyneth Paltrow mit ihren gegenteiligen Lebenseinstellungen.
Aber auch die Nebenrollen sind mit Isabella Rossellini und Elias Koteas gut besetzt, da lohnt es sich einfach gute Gagen zu zahlen und Profis anzuheuern. Jedenfalls bietet Two Lovers grundsolides Gefühlskino, ich frag mich allerdings warum er nicht gleich die gute Sandra gewählt hat, sie war zuerst da, ist charakterlich in Ordnung, sieht gut aus und ihr Vater hat eine eigene Reinigung, es gibt schlechtere Partien.
6/10