Review

Und schon wieder, ein neuer Film aus Frankreich der im Vorfeld die Horrorgemeinde mit Vorfreude erfüllte.

Ich persönlich konnte dem französischen Horrorfilm mit Ausnahme von Frontiers (war halt unterhaltsam) nicht so viel abgewinnen.

Martyrs versprach aber zunächst ein recht guter Film zu werden. Auch wenn es in Anbetracht der gegenwärtigen Ereignisse einen bitteren Beigeschmack hat junge Frauen in Keller o.ä. einzusperren so ist das ja etwas was das Medium Film darf und auch sollte.

Martyrs fängt vielversprechend an und man glaubt schnell zu wissen in welche Richtung der Film geht.

Junges Mädchen wird gefoltert und gequält, entkommt, findet eine Freundin und beide nehmen Jahre später an den Peinigern Rache. So geschieht es auch nur sind bis dahin grade mal 20 Filmmiuten vergangen.

Was folgt ist eine Aneinanderreihung von Schwachsinn, der nach alt bewährtem Muster abläuft. Der Gore Faktor ist recht hoch und zeitweise vermag der Film auch spannend zu sein doch der Plot Twist zum Ende hin versaut alles.

Auch wenn Überraschungen im Grunde positiv sind, so wirkt das Finale von Martyrs ein wenig hilflos. Frei nach dem Motto "Lass uns etwas machen womit der Zuschauer nicht rechnet" wird hier ein Kreis alter, reicher Menschen aus dem Boden gestampft der junge Mädchen und Frauen foltert um Hinweise auf das Leben nach dem Tod zu erlangen.

Als Fazit bleibt das Martyrs zwar solide inszeniert und gespielt ist, aber die Story so befremdlich erscheint, dass ich als Zuschauer nach knappen 100 Minuten genervt war. Kein Fisch, kein Fleisch, Martyrs ist irgendwas zwischen Sozialstudie, Folter Horror und Drama. Eine Richtung hätte sicherlich gereicht, denn genügend Potential war da.

Leider werde ich auch hier mit dem französichen Film nicht warm und gebe aufgrund der soliden Inszenierung noch 3/10.

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