Alle Kurzkommentare


10

Um dem Film nicht den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber dennoch Worte zu hinterlassen, die den Film dringend empfiehlen, halte ich mich wie folgt kurz: Der rote Faden in Form von der Frage „Warum?", welcher sich durch den ganzen Film zieht, wird auf eine Art und Weise beantwortet, die einem zunächst eine gewaltige Ohrfeige verpasst und dann in einem den Drang nach darüber reden und philosophieren auslöst. Es ist keinesfalls so stumpf, wie es zu Beginn scheint. In meinen Augen ist es nur schwer greifbar, da dieses Absurde daran in der heutigen Wahngesellschaft schlichtweg -leider- nicht unrealistisch ist. Er ist überragend dargestellt und definitiv sehenswert, da der Überraschungsfaktor definitiv einmalig hoch ist. Viele Filme wollen sich mit diesem Werk vergleichen, wollen mit diesem Filmtitel in einem Atemzug erwähnt werden, aber diesen Film kann man nicht vergleichen.

10

Inzwischen bin ich echt ein Fan des französischen Films. Habe "Martyrs" auf dem FFF gesehen. Bin recht unvoreingenommen in das Monster gegangen. War nicht so goregeladen wie ich ich gedacht habe, dafür schockierender. Ich finde den Film nicht wegen der "Brutalität" gut, obwohl die recht heftig und gut inszeniert! Was mich echt beeindruckt hat, waren die vielen Wendungen es Films und dadurch wird ab der Filmmitte die Spannungsschraube angedreht. Mutig auch, wie weit man als Regie gehen kann, ab dem Moment wo die versteckte Wandtür durch den Lufthauch aufgeht, werden einige Grenzen überschritten. Der Schluß ist nicht jedermanns Sache, aber passt zum Film. Fazit: Schöner, nicht immer stimmiger Schocker. 10/10

10

Da MARTYRS zu polarisieren weiß, muss man sich vor dem ersten Anschauen des Films fragen, auf welchem Pol man nach erstem Ansehen des Films stehen wird. Mich hat die Atmosphäre des Films total aufgesogen! Dinge wie "anspruchsvolle Handlung" oder "viel Blut und weiß der Geier" entscheiden hierbei einfach nicht darüber, ob MARTYRS gut ist oder nicht. Vielmehr entscheidet der Zuschauer darüber, ob er sich für den Film öffnet, die Atmosphäre durchleben und sich mit der leidenden Frau identifizieren kann bwz. möchte. Man muss einfach die Fähigkeit des Mit-Leidens besitzen, um etwas mit MARTYRS anfangen zu können. Die brutal hoffungslose Verzweiflung, die MARTYRS vermittelt, habe ich z.B. auch in Filmen wie LILJA 4-EVER empfunden.

9

HIGH TENSION war nur der Anfang, denn die Franzosen haben ihr Faible für hyperrealistische Blutbäder entdeckt. Die große Stärke von MARTYRS ist denn auch die Fähigkeit, selbst den erfahrensten und abgebrühtesten Genrekenner mit in dieser Form noch nicht dagewesenen Gewaltausbrüchen zu verblüffen. Gleicheitig wartet die Handlung mit mehreren unvorhersehbaren Wendungen auf, die den Betrachter jedes Mal eiskalt erwischen. Allerdings funktionieren diese Überraschungsmomente natürlich nur beim ersten Anschauen. Ebenfalls schon eine Regelmäßigkeit und Spezialität der neuen ultraharten Horrorthriller aus Frankreich ist die obskure Auflösung am Ende, die auch diesmal nicht jedem schmecken dürfte. Der finale Akt sprengt sogar fast den Rahmen eines Realismus. Das grauenvolle "Martyrium" der Protagonistin aber erinnert phasenweise an den echten Kriminalfall Fritzl - und das schockt.

2

Man man man ... was wird um den Streifen ein Bohei gemacht. Brutal, entsetzlich, die Nerven werden es nicht aushalten, härtester Tobak ever. Ich habe mir 'Martyrs' gerade angesehen mit, nach diesen überall herrschenden Meinungen und Aussagen zu dem Streifen, hohen Erwartungen. Und ... was für ein langweiliger Kunstkram. Was soll das sein? Horror? Action? Sozialdrama? Eher ein Mischmasch aus dem ganzen Zeug. Und so dermaßen 'entsetzlich' ist 'Martyrs' schon mal gar nicht. Ich bin, weiss Gott, kein absolut abgebrühter Gorehound. Schaue mir solche Filme eher relativ selten an und habe dsbzgl. auch keine allzugrossen Erfahrungen, aber dass der Film nun so oberschockierend grauenvoll sein soll, halte ich für extreme Übertreibung. Naja, irgendwie musste der Kram wohl gepuscht wewrden. Und sei es nur durch werbemässige Effekthascherei. Alles in allem für mich story- und auch schockermässig eine totale Entäuschung.

9

Eins vorweg. Klingt vielleicht abgedroschen, aber den Film sollten sich wirklich nur Menschen mit hoher Reizschwelle anschauen, denn diese wird aufs gröbste mit Informationen bombardiert. Dieser Film ist unglaublich hart anzuschauen, man wird Zeuge von schlimmsten Misshandlungen, kann nichts weiter tun, als tatenlos zuzuschauen. Und immer nagt die Frage an einem, "Warum? Warum tun die sowas?" Und vor allem, "Wer könnte zu so etwas fähig sein?" Die Antwort darauf ist ebenso schwachsinnig, wie Folter im Allgemeinen...Jedenfalls hat die Filmcrew hier eine wirklich beklemmende Geschichte gewoben, in der eigentlich alles stimmig ist, von den Darstellern, über die Effekte bis hin zur Story. Die einen werden ihn lieben, die anderen werden sich angewidert abwenden, den Regisseur beschimpfen und die Stop Taste drücken. Böser, böser Film... 9,5/10

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