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Jenny (Kelly Reilly) und Steve (Michael Fassbender) wollen sich am Eden Lake ein schönes Wochende machen. Doch schon am ersten Nachmittag haben sie eine Auseindersetzung mit ein paar Jungendlichen, die einen Strudel an blutiger Gewalt nach sich zieht ...

In Sachen Horror habens die Engländer echt drauf und sind damit sogar den hochgelobten Franzosen ebenbürtig.
"Eden Lake" ist das beste Beispiel dafür, dass selbst ein so ausgelutschtes Genre wie das des Terrorfilms in neuem Glanz erstrahlen kann.

Im Gegensatz zu den typischen "es wird immer blutiger"-Produktionen setzt "Eden Lake" in erster Linie nicht auf Gekröse, sondern auf nackten, glaubwürdigen Terror mit ungeheurer Wirkung auf den Zuschauer. Dass die Story dermaßen fesseln kann, verdankt sie der Tatsache, dass die Anthagonisten allesamt keine gesichtslosen oder Masken tragenden Psychopathen sind, sondern durchaus Ansätze von Charakter- und Milieuzeichnung erkennen lassen.
Darüber hinaus liefern Kelly Reilly und Michael Fassbender sehr gute Leistungen ab. Ihr Spiel überträgt die Angst und Ausweglosigkeit ihrer Situation regelrecht auf den Zuschauer.

Will man "Eden Lake" vergleichen, fallen einem unweigerlich zwei Filme ein: "Straw Dogs" von Sam Peckinpah, in dem sich ebenfalls eine Banalität zum Blutbad auswächst; und natürlich der französische Schocker "Ils". Beides klasse Vorbilder, die von Regisseur James Watkins für "Eden Lake" zwar nicht kopiert wurden, aber offensichtlich als Inspiration dienten.

Selbstverständlich darf auch in "Eden Lake" das schockierende Finale nicht fehlen. Das gehört einfach dazu und kommt zum Glück nicht aufgesetzt um die Ecke (obwohl Gevatter Zufall ein paar Auftritte zuviel absolviert).

Wer nach "Eden Lake" nicht mindestens eine schlaflose Nacht hat, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen! Mit seinem spannenden Terror-Albtraum gelang James Watkins definitv einer der besten Thriller der letzten Jahre!

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