Eden Lake ist ein solider Terror- und Folterfilm aus dem Vereinigten Königreich, der durch Spannung und Gewalt zu überzeugen weiß. Was allerdings jenseits von Gut und Böse ist, ist die absolut kranke Handlung.
Story: Das junge Paar Steve und seine Freundin, die Lehrerin Jenny, wollen ein ruhiges Wochenende am Eden Lake verbringen. Am See angekommen werden sie von einer Gruppe lärmender Jugendlicher gestört. Als am nächsten Morgen der Autoschlüssel fehlt und sie die Teenies gerade noch mit dem Auto abhauen sehen laufen sie zu Fuß los, um so ins Dorf zu kommen. Als es Nacht wird und sie immer noch unterwegs sind, treffen sie die Jugendlichen wieder. Steve fordert seinen Autoschlüssel zurück, bei dem darauf folgenden Handgemenge stirbt der Hund des Anführers Brett. Brett wird daraufhin ziemlich sauer und bläst zur Jagd auf Steve und Jenny.
Es sind nicht die brutalen Szenen, eigentlich gibt es nicht mal so viele, die einem, nach "Genuß" dieses Streifens, ein flaues Gefühl im Magen verursacht. Es ist die Gewalt von und gegen Kinder die in diesem Film mal andeutungsweise, mal direkt gezeigt wird. Fast grundlos werden hier Menschen verstümmelt oder verbrannt bis hin zum vorhersehbaren Last house on the left Ende. Irgendwo sollte man eine Grenze ziehen, und wenn eine Lehrerin einem etwa 14 Jahre alten Jungen eine Glasscherbe in den Hals rammt ist diese meiner Meinung nach überschritten.
Inszenatorisch kann man nichts gegen den Film sagen, Effekte gut, Schauspieler OK und spannend. Ob man mit der Thematik Probleme hat muss jeder für sich selber entscheiden, ich finde es jedenfalls pervers.