Mit "Eden Lake" bekommt man wieder einen typischen Film aus dem Genre des Terrorkinos geboten. Zumindestens meint man hier wieder einen typischen Vertreter zu sehen. In der Tat passiert auch nicht viel neues. Zwei Städter treffen bei einem Trip ins Grüne auf eine Gruppe Dörfler. Das besondere ist aber das es sich bei den Dörflern um Jugendliche handelt. Die beiden Parteien bekommen sich in Haare. Zuerst beschränbkt man sich darauf das die Jugendlichen nur Verbal mit Worten, die beiden Erwachsenen versuchen zu provozieren. Doch langsam baut sich die Spannung des Films auf, bis das ganze dann außer Kontrolle gerät und die Jugendlichen Gewalttätig werden. Mittlerweile ist es ja heute schon realität, das Jugendliche ohne besonderen Grund, Menschen schlagen, sie sogar totprügeln und das ganze wie im Film gezeigt, auf dem Handy aufzunehmen. Weshalb der Film auch jetzt noch ziemlich Aktuell daherkommt. Der Aufbau der Geschichte ist recht langsam. Die erste halbe Stunde, wird einem ein glückliches Pärchen gezeigt, die dann in den Strudel der Gewalt der Teenager gerät. Es ist schon zeimlich beklemmend zu sehen, wie die Jungdarsteller, sehr glaubhaft zeigen, wie gleichgültig einige damit umgehen, Gewalt auszuüben, andere es tun, weil der Gruppenzwang sie dazu zwingt. Der Film schafft es vor allem auf seelische Ebene einem zu schocken. Zwar sieht man auch Blut, aber auf Goreszenen wurde größtensteils verzichtet. Die Schauspieler können überzeugen. Ein Film der unter die Haut geht und vor allem mit dem Ende einem überrascht und geschockt zurückläßt. Auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte.