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Mit symphatischen Figuren, ein bisschen Splatter und einem netten Schlusstwist wusste der kleine Horrorthriller „Reeker“ vor ein paar Jahren gut zu unterhalten. Jetzt versucht das Prequel „No Man’s Land – The Rise of the Reeker“ an den ersten Teil anzuschließen.

Story: 1978 schlachtet sich der „Death Valley Drifter“ durch eine verlassene Wüstengegend. Nachdem er geschnappt worden ist, wird er für die unzähligen Morde hingerichtet. Er wird jedoch wieder auf die Erde geschickt um dort als „Reeker“ seinen Auftrag weiter zu erfüllen. 30 Jahre später kommt es auf einer kleinen Raststädte nach einem Schusswechsel zwischen der Polizei und drei Casinoräubern zu einer Explosion. Von da an Häufen sich die mysteriösen Ereignisse, welche immer von einem bestialischen Gestank begleitet werden.

„No Man’s Land – The Rise of the Reeker“ kann man als typische Sequel deklarieren: Man variierend die bereits bekannte Story minimal und benutzt gegebenenfalls den gleichen Twist und reichert das ganze noch mit einer gesteigerten Dosis Blut und Gewalt an. Im Prinzip nicht verkehrt und in vielen Fällen auch gut umgesetzt. Leider hat „Reeker 2“ das Problem, dass die ganze Chose einfach recht dröge und unmotiviert inszeniert worden ist. Ein Phänomen, welches ich in so machen Horrorfilm in der letzten Zeit beobachtet habe.

Spannungsmomente gibt es kaum und auch Schockeffekte sind recht rar gesät. Übrig bleiben ein paar nette Splatterszenen, welche einem allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben und zum Teil auch im ersten Teil schon in ähnlicher Form zu sehen gab. Abseits der Gewaltszenen gibt es bisweilen ein paar durchaus humorvolle Szenen, die mir ausgesprochen gut gefallen haben ihn ihrer Stumpfheit.

Ausgehen tun diese dann von den drei Casinoräubern und fangen an mit einem durchaus lustigen Dialog, welche in Verbindung mit den Bildern besser rüber kommt:
Verbrannter Räuber: […] Sagt bloß ihr riecht das nicht?
Lebendiger Räuber: Ich bin erkältet.
Räuber mit halben Schädel: Na ja, und ich habe keine Nase mehr.
Ein absolutes Dialoghighlight, welches später darin endet, dass die letzteren beiden versuchen den brennenden Geldkoffer vom Überfall auszupinkeln. Herrlich. Ansonsten gibt es mit Mircea Monro noch eine durchaus attraktive Hauptdarstellerin.

Neben der schon anfangs erwähnten Langweile die sich schnell einstellt, gesellt sich noch der Umstand dazu, dass der eigentliche Twist schon vom ersten Teil bekannt ist und man so schon von Anfang an weiß wie der Hase läuft und das kommt der Spannung des Filmes nicht wirklich zu Gute.

Ein totaler Reinfall ist „No Man’s Land – The Rise of the Reeker“ nicht geworden, aber auch ein Highlight sieht anders aus. Vielmehr ist der Film eine 08/15 Fortsetzung, die mit ein paar guten Effekten, bisschen schwarzen Humor und einer heißen Hauptdarstellerin zwar kein Neuland betritt und sich mit Hand und Fuß gegen Innovation wehrt, aber es trotzdem mit den angesprochenen Punkten geschafft hat mir etwas zu gefallen. Also eher was für die beinharten Fans.

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