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Was man nur mit einem kleinen Budget von 2 Mio. $ auf die Beine stellen kann, beweist die Fortsetzung von Dave Paynes soliden Slasher "Reeker" (Stinker). Die Story fängt an 1978 an und zeigt den Death Valley Drift Killer bei seiner blutigen Arbeit, als er einen Landstreicher (Lew Temple - bekannt aus "Halloween", "TDR" und "Jennas Kuchen") erst über den Haufen fährt und dann die Zunge abschneidet. Später stellt ihn ein Polizist vor seiner Behausug, die er sich schön mit Leichenstellen verschönert hat. Der Killer landet in der Gaskammer, stirbt aber nicht wirklich, sondern landet in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der er herumstreift und seine Opfer sucht. 30 Jahre später, landen ein paar Gangster vor einem kleinen Diner und auch die Polizei ist nicht weit. Es kommt zu einer kurzen Geiselnahme und dann Schießerei. Bis dahin läßt der ominöse Killer Reeker auf sich warten. Leider sind die Leute schon in der Zeitschleife gefangen und können nicht sterben. "No Mans Land" der UT zur Fortsetzung schlägt mehr Wege ein, als sein kleiner Vorgänger und funktioniert nicht nur als reinrassiger Slasher, sondern auch als Horrorfilm mit Science Fiction Anleihen. Was den Killer antreibt und was es mit diesen Stimmen auf sich hat, klärt Payne leider nicht, sondern läßt sich eine Hintertür offen mit einem komischen Ende. Bis dahin liefert einen soliden Flick ab, der mit einigen fiesen Effekten aufwarten kann, die ganz klar die Freigabe erklären, aber nie Selbstzweckhat sind. Der Reeker hat ganz großes Potenzial, denn er ist kein 08/15 Killer, sondern ein fragiles Etwas, was in einer Dunstwolke staksig durch die Gegend läuft und mit einem vielfältigen Arsenal an Waffen von Chirugischen Besteck bis hin zu einem Flammenwerfer seinen Opfern nachstellt. Manche der Splatterszenen, sind aber auch so absurd grotesk, das man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus kommt, siehe Car Crash mit anschließendem Verlust der Schädeldecke. Das ist nur einer von vielen kruden Effekten, die sich im Lauf der Handlung immer mehr steigern. Insgesamt wirkt der Film frischer als andere Genremovies wie "Gutterballs" die irgendwie nur Retro sein wollen und leider nicht mehr bieten können.

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