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Der heimatlose Waise Krabat (David Kross) folgt einer Stimme aus seinen Träumen, die ihn in eine alte Mühle lockt. Dort trifft er auf Altersgenossen, die sich dem strengen Regiment ihres Meisters (Christian Redl) unterwerfen, um in seine Zauberkünste eingeweiht zu werden. Doch der Preis ist hoch…

Ahnungslos zusammengeschusterte Literaturverfilmung, die nichts von dem Geist der zugrunde liegenden Fabel spürbar werden lässt: die Verlorenheit von Heranwachsenden auf der Suche nach dem richtigen Weg, ihre Rivalität um die Gunst des Vormunds oder ihre Hin- und Hergerissenheit zwischen Menschlichkeit und Macht. Ungünstig auch, dass die Mühle von Anfang an als Unglücksort durchschaubar ist, die Verlockung der Zauberkunst nie überspringt und der Meister nicht eine Sekunde wohlmeinend wirkt. Dazu passt die in den besten Momenten gerade noch lieblose, in den schlechtesten schlicht lachhafte Inszenierung, die ihren Tiefpunkt in einer schier unbeschreiblichen Kampfszene auslotet, deren Dilettantismus hinter kurzen Verschlusszeiten, hektischen Schnitten und lächerlichen Geschwindigkeitsrampen beim besten Willen nicht verschwinden will. Ein von Otto Sander zwar fein gesprochener, aber lausig geschriebener Erzähltext bemüht sich zusammen mit plumpen Gefühlsübergriffen aus dem Orchester vergeblich um Schadensbegrenzung. Da ist es nur konsequent, dass der Abspann mit einem ebenso unpassenden wie seichten Poplied noch schnell ein paar Tantiemen abzuschöpfen versucht.

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