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Tokyo in nicht allzu ferner Zukunft: Die Polizei ist privatisiert und sieht sich einer neuen Bedrohung gegenüber, den sogenannten "Engineers". Dies sind Killer, die gegenüber normalen Menschen eine Besonderheit aufweisen: Aus Wunden, die diese erleiden, wachsen tödliche Waffen. Ruka (Eihi Shiina, bekannt aus "Audition") ist die absolute Top-Polizistin und Spezialistin für diese neuen Killer. Doch es taucht ein neuer Engineer auf, der im Gegensatz zu den bekannten nicht einfach nur Amok läuft, sondern planvoll vorgeht. Schnell kommt Ruka dahinter, dass ihre Geschichte und die dieses neuen Engineers miteinander verknüpft sind.
Bei "Tokyo Gore Police" ist der Name Programm: Es splattert ohne Unterlass und bereits in den ersten Minuten fließt der rote Lebenssaft hektoliterweise. Dazu gibt die Story über die Engineers einiges an durchgeknallten Ideen her, die exzessiv genutzt werden und so direkt aus einem Manga stammen könnten. Seien es schießende Penisse, säureverspritzende Frauen oder Kettensägenarme, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer "Meatball Machine" mochte, wird diesen Film lieben.
Die Schauspieler betreiben allesamt konsequentes Overacting, was aber in diesem Film wie die Faust auf's Auge passt und das ganze noch abgedrehter wirken lässt. Dazu bietet die Story sozialkritische Untertöne, die manchmal wie mit einem Dampfhammer vermittelt werden, was abzug in der B-Note gibt. Aber die Story ist natürlich nur Nebensache und für den geneigten Splatterfreund selbstredend Sekundär. Die Effekte sind dann auch sehr gelungen und, obwohl sie trashig wirken, machen Spaß. So wie der gesamte Film: Ein paar Kumpels nach Hause einladen, mehrere Kästen Bier bereit stellen und einem lustigen Männerabend steht eigentlich nichts mehr im Wege. Im direkten Vergleich mit dem zweiten kürzlich erschienen Splatterfest "Machine Girl" zeiht dieser Film aufgrund der Story und ein paar kleineren Längen zwar den kürzeren, aber dennoch ist dieser für Splatterfans eine klare Empfehlung.

8/10

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