Kenji und Nanami kennen sich, seit sie Kinder sind. Mittlerweile im Teenageralter angelangt, hat sich eigentlich nicht viel geändert. Die beiden gehen jeden Morgen zusammen zur Schule, verbringen ihre Freizeit zusammen, beste Freunde halt! Aber wirklich nur beste Freunde? Bei ihren Schulfreunden sind sie schon lange als Ehepaar verschrien. Auch Kenjis resolute Cousine und Nanamis beste Freundin Hikari kann die zwei immer wieder mit diesem Thema aufziehen. Alles wie gehabt, bis Kenji eines Tages ein Liebesgeständnis von der süßen Unterstuflerin Hiromi erhält. Nanami lernt nun etwas ihr bis dahin Unbekanntes kennen: Eifersucht...
LAMUNE ist ein Romantic-Anime, in dem eigentlich nie wirklich viel passiert. Den Kern der Handlung stellt die Beziehung zwischen Nanami und Kenji dar. Als beste Freunde seit Kindestagen tun sich die beiden sehr schwer, einen Schritt weiter zu gehen. Das ist aber absolut nachvollziehbar, denn ist dieser Schritt erst einmal gegangen, kann man dann auch wieder zurück? Ist die Aussicht auf eine Steigerung dessen, was Nanami und Kenji bereits jetzt verbindet, tatsächlich so erstrebenswert, dass man dafür das Reale, das Greifbare riskieren sollte?
Die Geschichte von LAMUNE umfasst 12 Folgen. Am Anfang jeder Episode gibt es einen Rückblick auf die Kindheit der beiden Protagonisten. Das bringt nicht nur Abwechslung, sondern macht auch die gegenwärtige Beziehung der beiden etwas transparenter. Für mehr Abwechslung sorgen einige Nebencharaktere wie Kenjis Cousine Hikari oder seine Schwester Suzuka, von denen die interessantesten in je einer Folge sogar die Hauptrolle spielen dürfen.
Von LAMUNEs visueller Gestaltung gibt es nicht viel zu berichten. Weder positiv noch negativ auffällig. Für erwähnenswerter halte ich da hingegen die Soundkulisse. Bei der Original-Synchro fiel mir sofort Nanamis Stimme auf. Die klingt ja dermaßen zuckersüß und niedlich, dass sie ihre Figur genau richtig interpretiert. Wobei man das sicher auch anders sehen kann, denn gerade bei ihrer Stimme liegen Himmel und Hölle wohl sehr nah beieinander und ich könnte jeden gut verstehen, der ihre Stimme schlicht als "nervig" abkanzelt. Auffällig gut und eigentlich über jeden Zweifel erhaben, fand ich dann auch Kenjis Stimme, im Besonderen die, als er noch ein Kind war. Unheimlich spielfreudig, einfach klasse! Opening -und Ending Thema sind gefällig und passend aber sicher keine Songs mit Ohrwurm-Charakter.
Positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass Fanservice hier auf ein Minimum reduziert wurde. Zusammen mit der sehr entspannten Erzählweise macht das aus LAMUNE einen ziemlich braven und wohltuend ruhigen Anime, der sich eigentlich erst am Ende etwas zu sehr im Kitsch verliert.
FAZIT:
Erstaunlich unschuldiger Romantic-Anime mit engagierten Synchronsprechern