Der Film beginnt überraschend rasant und glaubwürdig, bis irgendwann die Darstellung der Charaktere in der Gegenwart als im Establishment bzw. dem Bürgertum angekommene Ex-Revoluzzer mehr einer Karikatur gleicht, kein Klischee ausgelassen wird und erste Abstriche beim Realismus gemacht werden müssen. Das Finale, auf das der Film zugegebenermaßen recht zielstrebig zusteuert, ohne sich zu sehr in Nebenschauplätzen zu verlieren, wirkt auf mich dann auch, als hätte man sich im Drehbuch etwas verrannt und wisse nicht mehr so recht, wie man den Anspruch, den man während des ersten Drittels suggerierte, aufrecht erhalten könnte. So wird dieser dann zugunsten eines zwar unrealistischen Abschluss-Spektakels über Bord geworfen, aber nicht, ohne dennoch Spaß zu machen und seine autoritätsfeindliche Grundhaltung nicht zu verraten.
Insofern bleibt unterm Strich ein Film, der für fast alle Generationen subversiver Elemente funktionieren und auf jüngere Zuschauer durchaus motivierend wirken dürfte.