Review

Für das, dass man den Kinotrailer andauernd im TV hat sehen können und im Vorfeld nicht gerade wenig über den Film geredet wurde, ist "Was tun, wenn's brennt?" ganz sicher enttäuschend. Doch wenn man sich diese einigermaßen große Aufruhr um den Film mal wegdenkt, kann dieses Machwerk teilweise ganz gut unterhalten. Ich muss aber auch eingestehen, dass er auch NUR unterhaltsam ist, wenn überhaupt, weil fast schon utopische Dinge sich aneinanderreihen. Die 6 Freunde spazieren in das Polizeihauptquartier, als ob es das Normalste der Welt ist und der ermittelnde Kommissar, der der hinter den Sechs her ist, hilft jenen zum Schluss sogar noch ganz klischeehaft. Er hat ja sonst nichts Besseres zu tun. Mal ganz von diesen Mankos abgesehen, kommt "Was tun, wenn's brennt?" einfach nicht so richtig in Schwung, der Vorspann ist schon tierisch nervend und schlecht, auch wenn er zum weiteren Geschehen maßgeblich beisteuert. Auf die Schauspieler wird so gut wie gar nicht eingegangen, eine richtige Hauptperson ist ja auch nicht vorhanden. Höchstens Til Schweiger ein wenig. Allesamt spielen aber dermaßen oberflächlich und lustlos, dass sie sehr schnell ins Hintertreffen geraten und der Film hauptsächlich von der Story getragen wird. Da diese aber auch nicht unbedingt höchstinteressant ist, verkommt der Film zum Mittelmaß. Er ist zwar unterhaltsam, die Musikeinspielungen von Radiohead und Richard Ashcroft waren auch sehr überraschend und positiv, aber mehr wird einem nicht unbedingt geboten. Außerdem nervt es nach einer Zeit, dass so oft im Berlin-Akzent geredet bzw. geschrien wird. Das hemmt meiner Meinung nach den Filmspaß auch ein wenig. Ansonsten ist der Film von Klischees überhäuft, der spießige Anwalt wird zum Kumpel in höchster Not, der reiche und arrogante Chef eines Fernsehprogramms hilft wider eigener Prinzipien Hotte aus dem Polizeirevier. Genauso wie Nele, die sogar ihren Mann an ihrem gemeinsamen Abend sitzen lässt, um den verkrüppelten Hotte zu retten. Zu vorhersehbar und wenn es dann wirklich so eintritt, zu langweilig und gewöhnlich. Das macht vielleicht einen bedingt unterhaltsamen Film, der spätestens beim zweiten Ansehen jedoch zum Langweiler wird. Es gibt einfach wie in den meisten Durschschnittsfilmen keinen Magic Moment. Oder wenigstens einen Aspekt, der den Film auch beim wiederholten Anschauen sehenswert macht. Er ist eben keine Sekunde lang besonders! Nicht gerade viel!
Zum einmaligen Anschauen ok, aber selbst dann sollte man sich nicht zu viel bis wenig erwarten. 5/10 Punkte

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