Bridge to Nowhere-Die dunkle Seite des Traums
(Koch Media)
Mit Bridge To Nowhere – Die dunkle Seite des Traums kommt wieder ein neuer Film, der zeigt, was mit Leuten passieren kann, die auf schnelle, jedoch illegale Weise eine Menge Geld verdienen möchten. Jedoch sehen wir dies hier nicht am Beispiel eines Tony Montana in Scarface, sondern beschränken uns hier auf vier Kleinkriminelle aus Pittsburgh.
Die vier jungen Männer blicken auf eine bisher wenig erfolgreiche Vergangenheit zurück, und beschließen nach einem gutgemeinten Ratschlag, es auf kriminellem Wege zu mehr Ruhm zu bringen. Naiv beschließt man, mit den benachbarten Prostituierten einen Callgirlring aufzubauen, und die Kundschaft direkt mit den nötigen Rauschmitteln zu versorgen, und somit eine doppelte Einnahmequelle zu haben. Schnell jedoch merken unsere Protagonisten (von Helden mag man in diesem Kontext gar nicht reden), das diese Form des schnellen Gelderwerbes nicht die ungefährlichste ist, erst recht, als man erste Kontakte mit einer echten Gangstergröße hat. Schnell wird aus der naiven Idee ein lebensgefährliches Unterfangen.
Regisseur Blair Underwood ist dem Zuschauer eher als Darsteller bekannt (zum Beispiel Sex and the City, Rules – Sekunden der Entscheidung oder Law & Order NY), mit dem vorliegenden Bridge To Nowhere aus dem Jahre 2008 liefert er jedoch sein Langfilmdebüt ab. Dabei kann er auf eine Riege bekannter Darsteller zurückgreifen wie etwa den großartigen Ving Rhames (Pulp Fiction, Animal, Mission: Impossible I-III, Dawn of the Dead, etc.), oder die junge Bijou Philips (Hostel 2, Bully oder Almost Famous) und Danny Masterson (Faculty, die Serie The Dead Zone oder Wake) machen ihre Sache gut. Doch so gut die Darsteller zum Teil auch sind, so wenig kann der Film an einigen Stellen überzeugen. Das liegt zum einen an der ich nenn es mal ungewöhnlichen Synchronisation, die auf Dauer nervt, aber viel schlimmer fallen die immer wieder auftauchenden Logiklöcher ins Gewicht.
Anfangs wirkt der Film noch wie typischer Vertreter des Ghetto-Genres, welcher mit dummen Klischees spielt und seine Charaktere bewusst plump und hohl zeichnet. Erst im Verlauf des Filmes entwickelt sich eine Figurenzeichnung, die dann auch direkt die Handlung positiv Richtung Drama/ Thriller schiebt, nur um dann zum Ende in einem sehr überzogenen finalen Shoot Out zu münden. Somit bleibt Bridge To Nowhere – Die dunkle Seite des Traums ein Film, der gut im Mittelmaß mitschwimmen kann, für eine lang anhaltende Wirkung jedoch das nötige Rüstzeug vermissen lässt. Für DVD- Abende gut geeignet, aber kein Klassiker des Genres!
CFS