Ich glaube, niemand würde "Greenfingers" als besonders innovativ bezeichnen.
Der Film ist harmlos, unterhaltsam, bedient sich eines vor allem in England vielangewendeten Schemas und kann allen Altersklassen bedenkenlos gezeigt werden.
Und trotzdem: er ist eine schnuckelige, kleine Komödie.
Die Story ist dabei nur von der Grundkonstellation originell, der Rest eher pure Vorausberechnung.
Ein hoffnungsloser Knastologe wird im offenen Vollzug mit drei Mithäftlingen zum Landschaftsgärtner und zusammen beweisen sie wahre Meisterschaft, bis man sie zur königlichen Gartenschau einlädt.
Gewürzt ist das nach bekanntem Vorbild (Ganz oder gar nicht, etc.) mit reichlich knurrigen Charakterzeichnungen, liebevollem Humor, einer schön vorsichtig angeschnittenen Liebesgeschichte als Garnitur und diversen Aha-Momenten, bei denen man sich vor Zufriedenheit so richtig im Sessel winden kann.
Natürlich eingestreut: eine Portion Tragik mit ein paar dezenten Rückschlägen.
Das ist natürlich nichts für Leute, die beständig Höhepunkte im Film haben müssen. Ebenso besitzt der Film wahrscheinlich kaum einen künstlichen Effekt. Und gerade diese Natürlichkeit macht ihn so liebenswert.
Und wenn in der Schlußeinstellung die drei zu Fuß unterwegs zur Königinnenaudienz sind, dann schließt sich der Kreis. Ja, manchmal dürfen wir uns ganz ohne Aufregung im Kino einfach nur wohlfühlen. Und leider sind diese Filme dann immer aus England. Aber dafür können die das um so besser. (7/10)