... Rolle der Frau in der (kubanischen) Gesellschaft:
"1895"
Lucia, die bereits nicht mehr ganz so junge Tochter einer Oberschichtsfamilie, ist wie einige ihrer Freundinnen auch zum latenten Verdruss noch nicht verheiratet. Vor der Kirche trifft sie erstmals Rafael, der als Spanier gilt, aber stets betont, dass er immerhin Sohn einer kubanischen Mutter sei. Entsprechend unpolitisch gibt er sich, derweil kubanische Revolutionäre – darunter Lucias Bruder – die Unabhängigkeit von Spanien fordern.
Als Lucia von einer Ehefrau Rafaels in Spanien erfährt, kommt es beinahe zum Bruch, doch der Geliebte überredet sie zur Flucht, um ihre Liebe in einer verbotenen Beziehung außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft zu lieben. Gemeinsam ziehen sie zu den Revolutionären, deren Versteck der listige Rafael nun den Spaniern mitteilt, die den Aufstand zu zerschlagen beginnen. Lucias Bruder verstirbt. Auf offener Straße lässt sich die Zornige zu einem Racheakt hinreißen...
"1932"
Die junge Lucia verlässt ihr wohlhabendes Elternhaus und schließt sich ihrem Geliebten Aldo an, der gemeinsam mit gleichgesinnten Freunden gegen den Diktator Machado revoltiert. Im Rahmen von Attentaten riskiert Aldo stets auch sein eigenes Leben und kommt bisweilen nur knapp mit ebendiesem davon. Während sich einige Freunde nach dem Ende der Machado-Diktatur mit den neuen Gegebenheiten anfreunden, sehen Aldo und Lucia ihre Ziele auch während des Aufstiegs von Batista keineswegs verwirklicht. Aldo kämpft weiterhin und wird dabei sein Leben lassen; Lucia indes bleibt allein zurück...
"196.."
Lucia und Tomas sind ein frisch verliebtes, junges Paar. Doch die Eifersucht und der Machismus des jungen Mannes führend bald dazu, dass er seine attraktive junge Frau bald nach der Ehe nicht mehr das Haus verlassen lässt. Nicht einmal die eigene Mutter darf Lucia besuchen, vom weiteren Ausüben ihrer früheren Feldarbeit ganz zu schweigen. Als dem eigentlich stets für die Anliegen der Revolution eingetretenen Tomas im Rahmen einer Alphabetisierungskampagne eine junger, attraktiver Lehrer aus Havanna zugeteilt wird, der Lucia das Lesen und Schreiben beibringen soll, gibt er nur widerwillig nach und wacht aufmerksam und voller Argwohn über die Lehrstunden seiner Frau. Nicht zuletzt durch den Zuspruch des Lehrers fasst Lucia den Entschluss, dass sie nicht weiter als Dienerin von Tomas ihr Leben fristen mag. Sie setzt sich während seiner Abwesenheit ab und hinterlässt einen Abschiedsbrief. Tomas macht sich auf die Suche...