Ah Kam arbeitet als Stunt-Frau und arbeitet auf dem Filmset von Chief Tung und dessen Crew. Schnell zeigt sie ihr Können und wird für weitere Tage gebucht. Auch privat freundet sie sich mit der Truppe an. Doch als Chief Tung und seine Männer in einer Spielhalle von Triaden-Mitgliedern verletzt werden muss Ah Kam alleine weiterdrehen, da die unbekannten Täter wohl nicht wissen, dass Ah Kam mit Chief Tung befreundet ist.
Die Story von Ah Kam macht es einem wirklich nicht leicht. Hier werden haufenweise Genres und Nebenhandlungen zu einem großen Ball zusammengerollt, ohne auf ein schlüssiges Ergebnis zu achten. So kann man ja durchaus denken, wenn man Leute wie Sammo Hung und Michelle Yeoh beschäftigt, das wir hier einen klassischen Eastern mit Martial Arts Gekloppe ohne Ende zu sehen bekommen, aber Pustekuchen. Die beiden Stars spielen hier völlig anormale Charaktere im Vergleich zu ihren sonstigen Rollen, die man gewohnt ist.
Yeoh gibt die Ah Kam als eher schüchterne Frau, die sich durchs Leben kämpfen muß und Schmerzen aus ihrem Stuntjob lächelnd verleugnet, um auch für den nächsten Tag engagiert zu werden. Hung spielt den Regisseur als väterlichen Freund, der Ah Kam mehr und mehr Verantwortung überträgt, aber seine Filme aus zweifelhaften Quellen finanzieren läßt. Die sonst so trainierten Handkanten bleiben, bis auf wirklich sehr kurze Sequenzen, komplett in der Hosentasche.
Vielmehr ist das Ganze eine Art fiktive Biographie mit allen Facetten aus Freundschaft, Beruf, Liebe und Engagement das sich zu einem Drama mit Actioneinflüssen mischt. Anfangs wähnt man sich in einem Behind the Scenes Special aus einem beliebigen Klopperfilm, was für mich der interessanteste Part war, denn hier werden wirklich einige Tricks der Filmemacher gezeigt, speziell in Sachen Wirework oder Explosionen. Danach flacht das ganze ziemlich ab, wechselt mal hierhin und dorthin, eine Love Story wird abgehandelt und am Ende darf sich die Heldin um den nervigen Sohn des Regisseurs kümmern.
Es ist zwar durchaus interessant Leute mal außerhalb ihrer Standardrollen zu sehen, aber wenn dann so ein lahmes Drama bei rumkommt, macht das auch keinen Sinn. Mich verwundert nicht das der Film bisher nicht einmal auf Deutsch synchronisiert wurde, denn für diesen wilden Mix sehe ich auch keinen Markt, der sich um so etwas reißen würde.
3,5/10