Ein Zombiefilm, der überwiegend aus der Sicht der Untoten geschildert wird, ist mal ein abwechslungsreicher Gedanke und wenn es dabei zu Treffen der „tödlich Behinderten“ kommt, findet zumindest der Titel seine Berechtigung. Das unausgegorene Skript und die lahme Inszenierung sorgen allerdings bis zum Showdown für ausgesprochene Langeweile.
Angela hat ein Problem: Sie ist von ihrem Freund Josh erschossen worden und lebt trotzdem.
Eine unerklärliche Epidemie ist rund um den Erdball gezogen und bewirkt, dass frisch Verstorbene spätestens nach vier Tagen wieder unter den Lebenden verweilen und bis auf entsprechende Wunden und leichtem Zerfall der Haut auch kaum selbigen zu unterscheiden sind. Allerdings hat sich eine Gruppe zusammengerauft, um Zombies gezielt auszulöschen, denen sich Josh jüngst angeschlossen hat…
Leider weiß der Streifen nicht, in welche Richtung er tendieren möchte: Mit den Treffen der anonymen Zombies kommt zwar für einen Moment leichtes Schmunzeln ins Spiel, doch anderweitig geht die Geschichte noch nicht einmal als makabere Sozialkritik durch, welche man durchaus mit kleinen Spitzen hätte stärker hervorkehren können.
Als Actioner mangelt es dem Treiben lange Zeit an Bewegung und im Horrorbereich bietet er schlicht zu wenig Atmosphäre und keinerlei Suspense, denn nicht eine Figur erscheint auch nur ansatzweise sympathisch.
Demzufolge kristallisiert sich keine Identifikationsfigur heraus, da sämtliche Kerle obszön fluchen und die Frauen entweder mit ihrer untoten Situation überfordert sind oder zu dauerhaft brüllenden Amazonen mutieren.
Sicherlich ist die Idee ganz nett, sozialkritische Aspekte anzureißen, die ein wenig an die Rasentrennungen der Staaten erinnern, wenn einige Geschäfte keine Zombies als Kunden dulden und Restaurants boykottiert werden, in dem Untote ihren Kellnerdienst verrichten.
Doch diesen Ansätzen folgen zu selten Pointen und man mäandert zwischen nichts sagenden Gesprächen und leeren Kampfansagen hin und her, während auf beiden Seiten kaum Fortschritte zu verzeichnen sind. Ferner sind zu viele Figuren involviert, von denen man im Kern nur eine Handvoll herausfiltern muss, obgleich alle Nase lang neue Gesichter erscheinen. Das fahrige Drehbuch schafft es einfach nicht, sein schwammiges Anliegen auch nur ansatzweise auf den Punkt zu bringen.
Demnach trifft man sich erneut in der Selbsthilfegruppe, Josh beobachtet Angela vom Auto aus, eine Gegentruppe unter der Leitung einer gewissen Mutter Solstice macht sich für Angela stark und am Ende treffen die verfeindeten Gruppen aufeinander und es kommt final immerhin noch zu einigen Fights und brauchbaren Splattereinlagen wie angedeutete Fressszenen, Enthauptungen und verschiedene Stichwunden.
Was der Showdown an ordentlichen Gewalteffekten parat hält, fehlt dem kompletten Vorlauf total, weshalb dieser auch so quälend banal und am Thema vorbei erscheint.
Die größtenteils schwachen Mimen werden lediglich von der furchtbaren Synchro unterboten, bei denen wieder einige der unsäglich schlecht betonten Stimmen erklingen, die man so langsam aus verschiedenen B-Movies kennt, - besser, man greift auf den Originalton zurück.
Doch auch der verhindert nicht, dass das Treiben quasi an einem vorbei zieht, denn beliebige Aktionen reihen sich oftmals ohne Kontext aneinander, Spannung oder interessante Ereignisse bleiben fast gänzlich aus und man fragt sich nur noch, ob da am Ende eine Botschaft bei herum kommt oder die Geschichte im Nichts endet.
Immerhin, die letzten Minuten kaschieren noch ein wenig von der Leere, doch wer da gegen wen kämpft und mittlerweile zu den Untoten gehört oder anderen in den Rücken fällt, interessiert nunmehr kein Stück.
Schlecht gespielt, fade inszeniert, mit pseudo-sozialkritischem Blabla angereichert und dramaturgisch undurchdacht, dürfte es der Streifen schwer haben, eine entsprechende Zielgruppe anzusprechen.
Null Figurenzeichnungen, uninteressante Erscheinungen, bis auf die letzten Minuten kaum Blutvergießen und ausbleibendes Tempo bescheren der an sich passablen Grundidee ein katastrophales Ergebnis, welches allenfalls zur Schlussphase ein wenig unterhält.
Ansonsten: Eine verpatze Chance,
2,5 von 10