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Beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke treffen sich zufällig der Amerikaner Jonathan (John Cusack) & die Britin Sara (Kate Beckinsale) in einem Geschäft in New York. Es funkt sofort. Heftig. Doch da beide in einer Beziehung sind & Sara an die Macht des Schicksals glaubt, überredet sie Jonathan, ebendieses entscheiden zu lassen.

Er krizelt seinen Namen & seine Telefonnummer auf einen Fünf-Dollar-Schein, mit dem an einer Bude bezahlt wird & sie schreibt ihren Namen & ihre Nummer vorne in das Buch Love in the Time of Cholera, das sie danach in einem Antiquariat abgibt. Dann, nach einer aus Jonathans Sicht suboptimalen Liftfahrt, verlieren sie sich aus den Augen. Einige Jahre später, beide stehen kurz vor der Hochzeit mit ihren Partnern (Bridget Moynahan bzw. John Corbett), häufen sich plötzlich "Zeichen" & beide versuchen, dem Schicksal etwas auf die Sprünge zu helfen.

Serendipity von Peter Chelsom ist eine wunderbare Liebesgeschichte mit viel Humor, Herz & RomCom-Elementen, obwohl die gemeinsame Screentime des Ja-Nein-Vielleicht-Pärchens sehr begrenzt ist. Unterhaltsam ist es trotzdem, auch dank der (oft schrulligen) Nebenfiguren, wie Jeremy Piven als Jonathans bester Freund oder Eugene Levy als überkorrekter Verkäufer, der ihm das Leben schwermacht. Seine Szenen zählen zu den witzigsten des Films.

Cusack ist sympathisch, Beckinsale regelrecht entzückend, die Chemie zwischen den Beiden stimmt. Gedreht wurde in Ontario & in Manhattan & aufgrund des furchtbaren Anschlages im September 2001 wurden die Bilder des WTC nachträglich aus dem Film entfernt. Serendipity hat Charme & Witz & hübsche Ideen (Stichwort: Cassiopeia), er bietet viel fürs Herz, ohne das Hirn zu beleidigen & ohne zu tief in Kitsch zu waten. Sehr schön.

7,5/10

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