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Der Film beginnt mit einer Rückblende. Zuerst befinden wir uns noch an einem Totenbett - sie (sterbend) fragt, was denn passiert sei, er antwortet... und wir begleiten ein Geschwisterpaar, das eine Höhle im "Roten Canyon" untersucht. Weit im Innern der Höhle finden die beiden eine Drogenfabrik. Sie wissen noch nicht, dass sie damit das Tor zur Hölle aufgestoßen haben...

Der Film beginnt nach dieser Rückblende in der Gegenwart erst richtig. Inzwischen sind die beiden Geschwister nicht mehr alleine, sondern haben Kommilitonen bei sich ("Kanonenfutter"), um  in der Wüste des Red Canyon die Farm ihrer verstorbenen Mutter aufzulösen. Sie scheinen sich an die Ereignisse vor ein paar Jahren nicht mehr zu erinnern und auch alte Bekannte (wie den Deputy-Sheriff) erkennen sie erst auf den zweiten Blick. Irgendein Geheimnis scheint die Geschwister mit den Einheimischen zu verbinden.

Ich will hier nicht näher auf dieses "große" Geheimnis eingehen, denn der erfahrene Zuschauer hat die doch etwas einfach gestrickte Geschichte recht bald durchschaut. Die "Hilfestellungen", die Regisseur Giovanni Rodriguez mit einer Fülle von zum Teil blutigen Rückblenden eigefügt hat, sind eigentlich nicht notwendig, Schon bald hat man heraus, wer die wirklich Bösen im Film sind und wartet darauf, dass sich die Gruppe von College-Studenten mehr oder weniger selbst dezimiert (durch Übermut oder Naivität). Eigentlich dümpelt der Film bis eine halbe Stunde vor Schluss so vor sich hin - das nenne ich mal gekonnt "den Bogen zu überspannen".

Alles was hier geboten wird ist zwar gut in Szene gesetzter, aber doch recht routinierter Grusel - wirklicher Horror: Fehlanzeige. Viel zu viele logische Brüche verhindern, dass man sich ernsthaft auf die Geschichte einlässt.

Die Schauspieler agieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten (und des Drehbuchs) recht ordentlich. Es wird aber auch nicht viel von ihnen verlangt - ein differenziertes Spiel (wozu auch) gibt es nicht.
Tim Draxl (never heard of him) spielt den Bruder Devon. Seine meist apathische Schwester wird von der mir ebenfalls unbekannten Christine Lakin verkörpert. Wie gesagt alles ordentlich, aber nicht wirklich fesselnd. Am auffälligsten spielten meines Erachtens noch Andy Mackenzie als Barbesitzer Rick und  Norman Reedus als Fiesling Mac (aber fiese Typen zu spielen ist ja meistens eine dankbare Aufgabe).

Das Ende des Films ist übel in vielfältigster Form (sowohl inhaltlich als auch dramaturgisch). So kann man nur hoffen, dass der Zuschauer nicht so traumatisch den Fernsehsessel verlässt wie es die Geschwister ihm den Film über vorgemacht haben.

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