Ich war nie ein Fan des Italo-Western, aber "Django" brachte mich spät auf den Geschmack. Natürlich ist Franco Nero eine hohe Vorgabe an alles, was da so folgte. Remember: nicht überall wo Django draufsteht, ist auch Klasse drin.
"Leichen pflastern seinen Weg" ist eine rühmliche Ausnahme, fast ein Edel-Western.
Die Atmospähre lässt während der gesamten Laufzeit nicht los, insbesondere wenn man sich den Film im Winter ansieht, wenns draussen kalt und weiß ist.
Klaus Kinskis Schauspiel ist absolut stimmig, er sieht toll aus, vor allem in seinen Winterklamotten, mit dieser Decke, die unter dem Hut trägt. Der Film ist hart, ohne zu überzeichnen, die Story ist gut , und besonders angenehm ist, daß die deutsche Synchro mal ohne die übliche Vulgärsprache auskommt, die den "moderneren Western" so oft zu mehr "Authentik" verhelfen soll, und doch nur eins tun, endlos nerven (zumindest mich, vor allem wenn man eine nette Zuseherin neben sich sitzen hat. Der schlimmste Film in Sachen Hauptschulhof-Sprache ist "Last Outlaw" mit Mickey Rourke, der mal unsere grosse Hoffnung für Hollywood war).
Die Filmmusik, dazu die Kamerafahrten über das verschneite Land, das hat Wirkung.
Ich freu mich auf den nächsten Winter mit Wiederholung einer night-session von "Leichen pflastern seinen Weg" und vergebe für die FSK-18er-uncut-Version von Kinowelt 9 Punkte.