Viele Köpfe, wenig Köpfchen
Ein schlangenartiges Wesen mit mehreren (nachwachsenden!) Köpfen treibt ihr Unwesen auf einer exotischen Insel - wo ganz zufällig auch noch von Milliardären Menschenjagden veranstaltet werden...
"Hydra" beginnt mit einem geheimagentigen, pompösen Score - komplett unpassend zum miserablen Monstermovie, der danach kommt. Aber das ist noch lange nicht das Einzige, was bei "Hydra" schief läuft. Das Schlangenwesen sieht kacke aus - egal ob der Kalender gerade 2009 oder 2025 anzeigt. Die Dialoge und Sprüche sind in Münder gelegter Fremdscham. Es kommt weder Action- noch Horror- und auch kein Abenteuerfeeling auf. Dabei müsste das "Manhunt meets Monstermovie"-Konzept eigentlich an allen Ecken und Enden zumindest flache Unterhaltung und Möglichkeiten bieten. Aber "Hydra" macht nichts daraus, ist durchgehend Gülle und nur für hartgesottenste Monsterfans überhaupt eine minimal denkbare Option. Traumschiff mit Ami-Machoattitüde meets Schlangenmonster aus der CGI-Vorhölle. Jede "Xena"-Folge sieht hübscher aus. Alles ist unscharf und leidenschaftslos. Egal ob Blut oder Monster, Stunts oder Explosionen - alles aus dem Baukasten zwischen Paint und "Das würde ja sogar K.I. heutzutage zehnmal besser hinbekommen!". Die 00er waren für einen solchen Monsterquark echt keine gute Zeit und alles sitzt irgendwie zwischen den Stühlen. Das kann nichts. Auch als Trash ist das untauglich.
Fazit: austauschbar und hässlich wie die Köpfe des Schlangenmonsters... Lieber nochmal "Octalus" gucken!