kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 13.09.2009
Schade, dass von Anfang an klar ist, dass sich Peter Bergs Superheldengroteske schon bald ins fachgerechte Familienunterhaltungskostüm zwängen wird, sonst hätte man die ersten Auftritte Will Smiths richtig genießen können. Die verschnodderte Darstellung des Post-Superheldentums hält sich zwar nicht groß mit Logik auf; so ist die erboste Reaktion der Menschen gegenüber Hancock in ihrer extremen Ausformung nicht wirklich realistisch, allerdings kann man das auch als Gegenentwurf zur kultischen Verehrung eines Superman betrachten. So oder so, Smith rockt als Hancock mächtig die Bude und die Effekteleute unterstreichen das formidabel insbesondere durch den lässigen Flug, bei dem Hancock seinen Körper einfach durchs O2 schloddern lässt.
Den Big Lebowski mit Superkräften hätte man gerne bis zum Ende gesehen, aber natürlich kann uns dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Spätestens als sich ein zweiter Superheld dazugesellt und Hancock weicher wird, zerfließt der gute Ansatz im Nirgendwo. Darum möchte ich von einem Sequel auch gar nichts wissen, denn wer weiß, was für ein Family-Reunion-Entertainment das dann werden wird.
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