Review

„Testimnone occulare“, der dritte Teil der von Dario Argento produzierten TV-Reihe, hält zum Glück weiter das hohe Niveau der Serie, auch wenn diese Folge selber unter keinem so guten Stern stand.


Auf dem Heimweg läuft Roberta Leoni fast eine blonde Frau vor das Auto, die blonde Person bricht selber vor dem Auto zusammen. Also Roberta sich die Person genauer anschaut, merkt sie, dass die Frau ermordet wurde. Als sich dann auch noch eine dunkel gekleidete Person mit einer Pistole in Richtung Roberta läuft, fährt diese in eine nahgelegene Gaststätte und lässt dort die Polizei anrufen.
Doch als die Polizei unter der Leitung von Kommissar Rocci am Tatort erscheint, ist von der Leiche keine Spur mehr vorhanden, kein blut gar nix. Sowohl der Kommissar als auch Robertas Ehemann können ihr nur schwer oder gar nicht glauben. Als Roberta jedoch mysteriöse Telefonanrufe bekommt und fast vor ein fahrendes Auto geschubst wird, scheint es so, als ob der Mörder nun hinter Roberto her ist...


Es wirkt schon wie ein kleines Wunder, dass „Testimone occulare“ doch noch so ein guter Episodenfilm geworden ist. Die erste Version dieses Film gefiel Dario Argento überhaupt nicht, die Regisseur Roberto Pariante abgeliefert hatte. So kam es dazu, dass Argento und Luigi Cozzi die Story selber noch mal komplett neu filmten. Als kleinen Dank an Pariante blieb er aber in den Credits der Regisseur des Films.

Auch bei dieser Story erkennt man die Hand Dario Argentos. In gewohnter Optik präsentieren uns Argento und Cozzi einen spannenden Krimi, der ähnlich merkwürdig beginnt wie schon bei „Il tram“, aber doch eine ganz simple Lösung bietet.
Zugeben muss ich, dass ich die Episode direkt gelöst habe, also wer ist der Mörder und warum. Warum ich direkt darauf gekommen bin, keine Ahnung, aber irgendwie lag es zumindest hier in der Luft.
Dies macht die Episode aber auf keinen Fall schlecht, der Spannungsbogen steigt bis zum Finale stetig an, so dass man gut unterhalten wird.
Wie auch in den anderen Episoden verzichteten Argento und Cozzi wieder auf blutige Details, dank der Zensurfreude des italienischen TV-Senders RAI. Aber dies ist man nach zwei guten Episoden eh gewohnt, und so erfreut man sich lieber an der Spannung der einzelnen Episoden.


Fazit: Auch die dritte Episode des Duos Argento/Cozzi überzeugt. Eine interessante Story, spannend umgesetzt. Sie sorgt dafür, dass Freunde des italienischen Films, auch hier ihren Spaß haben. Uneingeschränkte Empfehlung.

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