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Der Kriminalbeamte Louis Schneider (Daniel Auteuil) ist seit dem schweren Unfall von seiner Frau und seiner Tochter ein gebrochener Mann und schwerer Alkoholiker. Die Tochter starb beim Unfall und seine Frau liegt im Spital im Koma. Seine beruflichen Leistungen nehmen entsprechend ab und es kommt zu mehreren Zwischenfällen. Er wird dabei zwar von seinen Kollegen gedeckt, aber dennoch wird er von den Ermittlungen an einer Mordserie abgezogen. Der Beamte Kovalski geniesst den Absturz von Schneider, übernimmt seinen Fall mit Schadenfreude und macht ihm das Leben zusätzlich schwer. Die Mordserie lässt Schneider aber keine Ruhe und so ermittelt er auf eigene Faust weiter an diesem Fall. Er wird ausserdem mit einem alten Fall konfrontiert, denn nach 25 Jahren soll der brutale Mörder Charles Subra entlassen werden. Justine Maxence konnte den damaligen Mord an ihren Eltern noch nicht vollständig verarbeiten und sucht deshalb Schneider auf, um Einzelheiten über den Mordfall zu erfahren.

ACHTUNG SPOILER: Bezüglich der aktuellen Mordserie findet Schneider tatsächlich den gemeinsamen Nenner und kann den Täter mit Hilfe einer DNA Probe aufspüren. Bei der Verhaftung kommt es dann jedoch zu einer Auseinandersetzung und ein befreundeter Polizist wie auch der Täter sterben dabei. Da der Täter der Sohn von einem ranghohen Polizeibeamten in Nizza ist, soll der Fall jedoch vertuscht werden und Kovalski manipuliert die Beweise. Der Mörder Charles Subra spioniert nach seiner Entlassung Justine aus und diese zieht daraufhin zu ihrer Schwester. Schneider kennt nun kein Halten mehr: Zuerst sucht er Kovalski in einem Bordell auf und schlägt ihn zu Tode, danach „befreit" er Justine und erschiesst Charles Subra und zu guter Letzt erlöst er auch seine Frau. In der Schlussszene erschiesst er sich selbst auf dem Krankenbett von seiner Frau.

Laut Vorspann beruht die Geschichte auf wahren Begebenheiten. Regisseur Marchal soll Ereignisse aus seiner Zeit bei der Polizei in der Story verarbeitet haben. Die Charaktere wirken etwas überzogen und den Polizisten nimmt man ihre Rolle nicht konsequent ab. Vielmehr sehen einige selbst wie Verbrecher aus, was sie ja gemäss Story teilweise auch sind, aber trotzdem empfand ich das Erscheinungsbild als unpassend. Die Story ist nicht uninteressant, obschon es zahlreiche Handlungsstränge gibt die sich verlaufen und hie und da Logikfehler vorhanden sind, oder Fragen unbeantwortet bleiben. Insgesamt ist der Film nicht schlecht, aber leider auch nicht wirklich gut.

Note: 6 / 10

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