Jed führt eine kleine und sehr effektive Gang, die sich auf LKW-Überfälle spezialisiert hat. Irgendwo über ihm hat Franner eine Menge Fäden in der Hand, und darüber wiederum thront Leo und beherrscht die Stadt. Ach ja, und die Serben mischen auch noch mit, und teilen sich mit Leo die Einnahmen. Als Jed ein wenig Pech hat mit den Jobs, und als Leo bestialisch ermordet wird, kommen die Dinge in Schieflage: Jeds kleiner Bruder will sich selbständig machen und die Geschäfte von Leo übernehmen, also die Karriere vom Handlanger zum Boss gleich ganz auf die Schnelle. Dazu benötigt er die Unterstützung der Serben, die Jed hassen. Und Franner, Leos Freund und Geschäftspartner, ist das Zünglein an der Waage und bestimmt über Leben und Tod. Vor allem Tod, denn der wird reichlich verteilt. Reichlich und blutig und hart.
Filmisch überzeugend mit sehr starkem Stilwillen und vielen Litern Kunstblut, kommt THE CREW vor allem im O-Ton sehr überzeugend rüber. Im nordenglischen Dialekt klingt das alles noch mal eine Ecke härter und dreckiger. Aber auch mit der deutschen Synchro gibt es so einige Szenen die sich in die Hirnrinde einbrennen: Das blutige Schicksal der H-Bombs (= Heroinabhängige) die angeblich wissen wer Leo umgelegt hat, oder die unschönen Erlebnisse des Bi-Pärchens gehen ziemlich unter die Haut. Mächtige Empfehlung für Freunde harter Unterhaltung!