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Der Wanderschauspieler Joe Clifford (Antonio De Teffè) erbt von seinem Vater eine Goldmine, die der Schuft Berg (Eduardo Fajardo) an sich gerissen hat. Da Berg die gesamte Stadt samt Sheriff (Giulio Baraghini) kontrolliert, sieht sich Clifford gezwungen, Widerstand anzuzetteln…

Ein Italo-Western, in dem die Niedertracht der Halunken und die Resignation der Opfer so große Ausmaße angenommen haben, dass an die Wiederherstellung eines zivilen Lebens einstweilen nicht zu denken ist, sodass die Betroffenen sich vorläufig darauf verlegen, Galgenhumor zu entwickeln, um die Zustände erträglich zu machen, und Trotz zu üben, um Bewegung in die Dinge zu bringen, zwei Aufgaben, für die der umherziehende Gaukler wie geschaffen scheint. Mit einer widerborstigen Mischung aus nassforschen Streichen und unangenehmer Brutalität erzählt der Film davon, wie der Mensch seine Lebensumstände so weit verwahrlosen lassen kann, dass der beharrliche Gebrauch gesunden Menschenverstands als Lösungsmittel ausscheidet und nur noch die Investition der eigenen Menschlichkeit weiterhelfen kann – ein herber Schritt, den nur erträgt, wer sich freiwillig die Narrenkappe aufsetzt. Trotz insgesamt kompetenter und spannender Machart leidet der nicht uninteressante Film doch spürbar unter seiner Epigonenhaftigkeit und vielen müden Taschenspielertricks.

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