No Exit
(Sunfilm/ Tiberius Film)
Vierzehn Menschen erwachen in einem Raum, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen sind, noch, was sie dort erwartet, geschweige denn, einen der anderen zu kennen. Einzig eine Stimme aus einem Lautsprecher erklärt ihnen Regeln und überwacht sie mit diversen Kameras. Um ihre Hälse tragen sie elektronische Halsbänder, welche jeden mittels Elektroschock tötet, der gegen die Regeln verstößt. Nun gilt es für die Betroffenen, herauszufinden, welchen Teil sie in diesem mysteriösen Puzzle darstellen. Der aufmerksame Leser merkt, ganz so neu klingt die Geschichte nicht. Wer SAW, House of Nine, Cube oder Unknown kennt, findet sich auch in diesem Film schnell zurecht. Interessant ist hier die Wahl der Darsteller, die neben einigen Serienprominenten wie etwa Ailsa Marshall (Gilmore Girls) und Michael McLafferty (CSI: NY) eine ganze Reihe an Typen gecastet hat, die mit ihren markanten Gesichtern und den damit verbundenen Charakteren den Film seinen eigenen, einzigartig interessanten Touch gibt.
Die Kameraarbeit hinterlässt wegen der verwendeten Handkamera einen leicht amateurhaften, jedoch recht fesselnden Eindruck, was gekoppelt mit den sehr guten Soundeffekten und dem hervorragenden Tonschnitt zu einigen wirklich beklemmenden Momenten führt.
Die Veröffentlichung aus dem Hause Sunfilm/ Tiberius Film lässt weder beim Ton und Bild, noch beim Bonusmaterial Wünsche offen. Neben verschiedenen alternativen Endszenenfassungen (hier variiert allerdings nur die Musik) gibt es noch geschnittene Szenen, einige Probeaufnahmen vom Casting, welche von der Crew kommentiert werden, einen Originaltrailer und eine Programmschau. Nachdem es nun eine immer größere Flut an Filmen mit Psychopathen gibt, die ihre Opfer in einem Raum eingesperrt halten, um ihre Spiele mit ihnen zu treiben, sticht No Exit etwas aus der Masse hervor, da er zwar preisgünstig produziert, aber sehr effektiv ist, und mit einer guten Grundatmosphäre und gekonnt eingesetzten Effekten für Spannung sorgen kann. Die talentierten Darsteller verkörpern ihre Rollen gut, so dass einem Filmvergnügen nichts im Wege steht.
CFS