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Mexiko City, 1977: eine Gruppe von "Jugendlichen" (die meisten sehen eher aus wie Mitte 30, besonders der pockennarbige, der auch das deutsche Videocover ziert) verbringen ihre Zeit hauptsächlich mit Frauenaufreissen und illegalen Autorennen. Oder sie cruisen einfach mit ihren getunten Muscle Cars durch Downtown. Es gibt eine rivalisierende Crew, gegen die Tony & Co mit ihren Karren antreten. Ein Rennen endet durch Tonys Verschulden tödlich. Die Rache läßt nicht lange auf sich warten und so gehen die Hobbyrennfahrer nach und nach auch außerhalb der Rennstrecke drauf...

Ok, das Drehbuch ist jetzt nicht oscarverdächtig, aber ansonsten ist dieser Film für mich eine echte Entdeckung gewesen. Schon die ersten 5 Minuten, mit einem mitreissenden Vorspann aus Discomusik, Muscle Cars und hübschen Girls und einem Rennen das tödlich endet, hauen echt rein. Wer auf 70er Jahre-Drive In-Kino oder Autofilme abfährt, wird an Mad Drivers seine helle Freude haben. Es handelt sich hier um technisch versierten Trash; die Stunts, Actionszenen, Kameraarbeit und Schnitt sind alle überdurchschnittlich - knapp 80 Minuten beste Unterhaltung.

Interessant wird der Film vor allem dadurch, daß er um einiges anarchischer und brutaler als seine US-Pendants ist. Mad Drivers eifert zwar den amerikanischen Filmen dieser Zeit nach, verleugnet aber trotzdem seine Herkunft nicht. Der mexikanische Flavour verleiht dem Film eine angenehme Schärfe.

Das i-Tüpfelchen ist wie so oft die deutsche Snychro, die einen Kalauer nach dem anderen vom Stapel läßt (Rainer Brandt? Auf jeden Fall ist Manfred Lehmann am Start): "Zwei Spritzer ins Becken machen jede Hausfrau glücklich!"

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