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TRUE BLOOD ist so etwas wie das Anti-TWILIGHT, denn anders als bei Bella und Edward ist die komplizierte Liebesgesichte zwischen einem Vampirmann und einer Menschenfrau mit all ihren Höhen und Tiefen in diesem Fall lebhaft, witzig, spannend, blutrünstig, sexy, freizügig und tatsächlich tiefgründig. In dem ach so malerischen und puritanischen, aber in Wirklichkeit heuchlerischen und zutiefst verdorbenen Südstaatenkaff, das im Grunde für den gesamten neokonservativ verseuchten Teil der USA steht, verkörpern die Vampire quasi jede Minorität, die unter Anfeindungen und Vorurteilen zu leiden hat und für die das alltägliche Leben drüben ein einziger Spießrutenlauf ist - wobei afroamerikanische und homosexuelle Figuren in der Serie zusätzlich mitmischen. So geht eine zeitgemäße, originelle und gleichzeitig respektvolle Interpretation des guten alten Vampirmythos! Eine Serie zum Verschlingen!