Review

Irgendwo habe ich gelesen, "The Chaser" soll eine Mischung aus "Oldboy" und "Infernal Affairs" sein. Dies weckte mein Interesse! Denn "Oldboy" ist ein Meisterwerk und einer meiner  ieblingsfilme, "Infernal Affairs" gehört mit zu den besten Streifen des asiatischen Kinos und kann auch JEDEM uneingeschränkt empfohlen werden.

Und der Vergleich mit beiden Filmen hat er zurecht! The Chaser ist wieder mal ein genialer Thriller aus Südkorea, der sich nicht vor Gewalt scheut.

Von Hinten bis Vorne ist Spannung garantiert und man fragt sich worauf es hinauslaufen soll. Denn man meint, dass frühzeitig alles endet und eigentlich nicht viel mehr kommen kann. Dieser Gedanke täuscht aber! Denn ab den Punkt geht der Film erst richtig los und man fühlt richtig bei den Chrakteren mit.

Kalt, dreckig, atemlos, brutal...So lässt sich die Atmosphäre beschreiben. Man soll jetzt kein Gemetzel ala "Saw" erwarten, denn hier spielt die Gewalt auf einer anderen Ebene. Und zwar im Kopf, so wie es damals schon "Sieben" gemacht hat. "The Chaser" macht den selben Eindruck wie "Oldboy", nämlich den, dass er nicht inszeniert sei, sondern alles passiert und die Kamera hält nur drauf. Dies macht alles unberechenbar und lässt die Gewalttaten erschrecken schmerzhaft wirken.

Sowieso wirken alles Schauspieler außerordentlich natürlich und man fiebert in der Charakterentwicklung regelrecht mit. Besonders der Hauptprotagonist Jung-ho macht eine Entwicklung durch die man nicht besser hätte darstellen können.
Einzigallein die wenigen komischen Szenen stören das Gesamtbild ein wenig. Diese Szenen sind aber gewollt und stören wahrscheinlich nur die wenigsten. Ich betone es nochmal, es sind sehr wenige. Die kommen wahrscheinlich auch nur wegen der südkoreanischen Mentalität zustande.

Fazit:
Alles in allem ist "The Chaser" ein großartiger Thriller der zurecht letztes Jahr auf dem FFF gefeiert wurde. Leider blieb er bis jetzt noch ziemlich unbekannt und ich hoffe er wird noch wie damals "Oldboy" entdeckt, um seinen gebürtigen Platz bei den Filmfans einzunehmen. Hong-jin Na hat mit seinem Debütfilm gleich so einen Knaller hingelegt und erhofft auf viele neue südkoreanische Meisterwerke. Dreckige Spannungsgeladene 9/10

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