Review

Ins falsche Taxi gestiegen…28.08.2009

Nach einem Urlaub will man vor allem eines: nach Hause. Zumal dann, wenn man mit dem Flugzeug erst um zwei Uhr morgens ankommt und dann auch noch das Gepäck verloren gegangen ist. Und genau so geht es Mel und Jules, zwei Mädels nach einem Kurztrip nach Mexiko. Eigentlich machen die zwei nicht viel falsch, der Shuttlebus zur Innenstadt sieht gut aus, noch drei Männer an Bord, der Fahrer freundlich…was soll da schon passieren? Nun, wir sind in einem Horrorfilm, der nicht auf üble Blutbäder oder Folter setzt, sondern eine kleine, gemeine Geschichte erzählt. Denn der Fahrer hat ganz anderes im Sinn, als seine Passagiere heil nach Hause zu bringen, wendet aber nur Gewalt an, wenn es nicht mehr anders geht.

Und so fiebert man geraume Zeit mit den Insassen mit, von denen auch nicht alle das sind, was sie vorgeben zu sein. Zu guter letzt kommt es in einem abgelegenen Lagerhaus zum finalen Duell, und eines darf ich dem Filmkenner versichern – es gibt einen bösen finalen Kniff, und die Sache geht auch nicht gut aus. Soweit, so gut…doch leider ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, denn abseits der an sich recht innovativen Story machen Regie und Drehbuchautor wie immer ein, zwei fatale Fehler, die ich SO NIE WIEDER IN EINEM FILM SEHEN WILL. Fehler Nummer eins: der hilfreiche Anhalter, dessen Schicksal natürlich besiegelt ist, obwohl die bösen Buben eigentlich tot sein müßten. Schlimmer aber ist…

Fehler Nummer 2: der vermeintlich tote Fiesling, der so tot nicht ist und dessen Schicksal die Hauptfigur trotz vorherigem an sich richtigem Verhalten nicht besiegelt. Das ist zwar für den finalen Kniff essentiell, nervt aber ungemein und trübt das Vergnügen erheblich. Darstellerisch ist hier zwar alles im grünen Bereich, auch Meere aus Blut gibt es nicht zu sehen, dafür eine an sich ganz packende und nachvollziehbare Story, die sich aber leider durch die erwähnten Fehler und einige andere Kleinigkeiten selbst um eine bessere Benotung bringt. Es ist aber auch wirklich schwierig, einen richtig guten Horrorfilm zu drehen – diesen hier würde ich als ganz ordentlichen Thriller bezeichnen, ein Film zum einmal Sehen…das schadet sicher nicht - 6/10.

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